Der lange Kampf um Selbstbestimmung
Christina Fonthes zeigt in ihrem Debütroman eindrücklich was es bedeutet in einer Gesellschaft zu leben in der Frauen unterdrückt und Minderheiten diskriminiert werden. Für mich persönlich eine Warnung wie eine Gesellschaft aussehen kann, wenn es reaktionären Kräften gelingt in der Gesellschaft bereits erkämpfte Freiheiten wieder zu beschneiden.
Im Deutschlandfunk Podcast über den rechts-konservativen Investor und Polit-Lobbyisten Peter Thiel war von einem „Mindshift“ in Amerika, die mit Trumps zweiter Amtszeit begann die Rede. Damit ist gemeint, dass sich die Denkweisen und -muster innerhalb einer Gesellschaft oder Kultur verändern. Ein gutes Beispiel sind die Silikon-Valley unternehmen, die nun offen eine andere Richtung einschlagen. Setze man vormals auf Inklusion und Frauenförderung wird nun darauf verzichtet und es wird ein veraltetes Bild von Leistung gezeichnet.
Der Roman spielt nämlich in einer für uns ungewohnt konservativen Gesellschaft.
Fonthes behandelt eine breite Palette an Themen wie: Entwurzelung, Trauma, Missbrauch, häusliche Gewalt, HIV, Homophobie, Femizid, Zwangsheirat und Korruption.
Das ist viel. Dabei gelingt der jungen Autorin das Kunststück, die Geschichte nicht überladen wirken zu lassen. Im Kern ist „Wohin du auch gehst“ einfach eine extrem fesselnde Geschichte mit Sogwirkung. Beim Lesen möchte man wissen wie es mit der Hauptfigur Bijoux weitergeht, man lacht und leidet mit ihr. Gleichzeitig fragt man sich auch, was ist mit ihrer Tante passiert, dass sie so geworden ist. Die Figuren sind oft impulsiv, was sie aber auch glaubwürdig wirken lässt. Lediglich das Ende fand ich etwas überhastet.
Es sind vor allem die Details, die den Roman großartig machen. Wie die Mehrdeutigkeit des Titels, die sich erst beim Lesen erschließt. Mir machen solche Sachen Spaß.
Im Deutschlandfunk Podcast über den rechts-konservativen Investor und Polit-Lobbyisten Peter Thiel war von einem „Mindshift“ in Amerika, die mit Trumps zweiter Amtszeit begann die Rede. Damit ist gemeint, dass sich die Denkweisen und -muster innerhalb einer Gesellschaft oder Kultur verändern. Ein gutes Beispiel sind die Silikon-Valley unternehmen, die nun offen eine andere Richtung einschlagen. Setze man vormals auf Inklusion und Frauenförderung wird nun darauf verzichtet und es wird ein veraltetes Bild von Leistung gezeichnet.
Der Roman spielt nämlich in einer für uns ungewohnt konservativen Gesellschaft.
Fonthes behandelt eine breite Palette an Themen wie: Entwurzelung, Trauma, Missbrauch, häusliche Gewalt, HIV, Homophobie, Femizid, Zwangsheirat und Korruption.
Das ist viel. Dabei gelingt der jungen Autorin das Kunststück, die Geschichte nicht überladen wirken zu lassen. Im Kern ist „Wohin du auch gehst“ einfach eine extrem fesselnde Geschichte mit Sogwirkung. Beim Lesen möchte man wissen wie es mit der Hauptfigur Bijoux weitergeht, man lacht und leidet mit ihr. Gleichzeitig fragt man sich auch, was ist mit ihrer Tante passiert, dass sie so geworden ist. Die Figuren sind oft impulsiv, was sie aber auch glaubwürdig wirken lässt. Lediglich das Ende fand ich etwas überhastet.
Es sind vor allem die Details, die den Roman großartig machen. Wie die Mehrdeutigkeit des Titels, die sich erst beim Lesen erschließt. Mir machen solche Sachen Spaß.