Vielversprechend
Warum ich die ersten Seiten mochte: Ich hatte ein Buch über Fußball erwartet. Was da steht, ist ein Buch über Verlust, und zwar erstaunlich genau. Kramer schaut aufs Handy, es ist 23:06 Uhr, die beiden Trikotnummern, die er in Gladbach getragen hat. Er antwortet „Okay" und nennt es das erste Okay seines Lebens, das ihm Angst machte. Roman lächelt später sein „Alles cool, ich bin schon zwölf"-Lächeln, und es tut ihm zum ersten Mal weh. Das sind Sätze, bei denen ich hängen geblieben bin, weil sie ein Gefühl treffen, für das man sonst keine Wörter hat.