Wenn plötzlich alles anders ist

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
antjep78 Avatar

Von

Das Cover gefällt mir richtig gut. Die drei Personen hoch oben vor den Wolken wirken gleichzeitig frei und ein wenig verloren. Zusammen mit dem Titel macht mich das neugierig und vermittelt für mich schon dieses Gefühl zwischen Freundschaft, Aufbruch und der Suche nach dem eigenen Platz im Leben.
Der Schreibstil von Christoph Kramer hat mich sofort abgeholt. Er schreibt sehr nahbar, unaufgeregt und gefühlvoll, ohne dabei kitschig zu werden. Besonders schön finde ich die vielen kleinen Beobachtungen und Gedanken, durch die die Figuren sehr lebendig wirken.
Romans Geschichte hat mich schnell berührt. Ausgerechnet an Silvester erfährt er, dass seine Eltern nicht seine leiblichen Eltern sind. Eine Wahrheit, die für ihn von einem Moment auf den anderen alles infrage stellt. Der Spannungsbogen entsteht für mich deshalb vor allem emotional: Wie wird Roman mit dieser Erkenntnis umgehen und was wird er über seine Herkunft herausfinden?
Auch der Wechsel zwischen Romans Geschichte und Christoph Kramers eigener Perspektive gefällt mir. Besonders neugierig macht mich außerdem Mira, die Roman nachts auf dem Friedhof entdeckt. Diese Begegnung fühlt sich an, als könnte sie für die weitere Geschichte noch sehr wichtig werden.
Ich erwarte einen emotionalen Roman über Herkunft, Identität, Familie, Freundschaft und das Erwachsenwerden. Vor allem möchte ich wissen, wohin Romans Suche nach seinen Wurzeln führt und wie sich die Verbindung zwischen Roman, Mira und Christoph entwickelt. Nach dieser Leseprobe würde ich sehr gern weiterlesen.