Zwei Leben, die unterschiedlicher kaum sein könnten

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uml801 Avatar

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„Wolkenberührpunkt“ von Christoph Kramer ist für mich vor allem eine Geschichte über Menschen, die ihren Platz im Leben suchen – und darüber, wie sehr uns Erlebnisse aus der Vergangenheit prägen können.

Im Mittelpunkt stehen Chris und Roman, zwei Männer mit völlig unterschiedlichen Lebenswegen. Chris, der ehemalige Fußballweltmeister, trifft nach dem Ende seiner Karriere in einer Buchhandlung auf Roman, einen jungen Mann, der sein Buch mit abgezählten Münzen bezahlt. Diese Begegnung lässt ihn nicht mehr los. Roman trägt eine Geschichte mit sich, die von einem einschneidenden Erlebnis in der Silvesternacht 2000 geprägt ist. Gemeinsam mit seinem besten Freund Steve hat er sich immer wieder an einen alten Telefonmast zurückgezogen – den „Wolkenberührpunkt“, von dem aus sie ihre Wünsche in den Himmel schicken.

Besonders gefallen hat mir, dass Kramer nicht einfach eine klassische Erfolgsgeschichte erzählt. Es geht vielmehr um Heimatlosigkeit, Freundschaft, Sehnsucht und die Frage, was ein erfülltes Leben eigentlich ausmacht. Auch die leise Geschichte um Mira und die Suche nach dem geheimnisvollen „J“ geben dem Roman eine zusätzliche emotionale Ebene.