Authentisch, emotional und empfehlenswert!
Christoph Kramers erstes Buch "Das Leben fing im Sommer an" ist gerade erschienen. Er geht in seine Düsseldorfer Lieblingsbuchhandlung, räumt sein Buch erstmal ins Blickfeld der Besucher und wartet auf den ersten Käufer. Es ist ein Mann mit einer abgetragenen Jacke, der die 23 Euro für das Buch mit abgezählten Münzen bezahlt. Christoph ist berührt von dem Käufer, spricht ihn an und kommt mit ihm ins Gespräch. Die beiden sind ungefähr gleich alt. Roman erzählt seine Lebensgeschichte, die so anders als Christophs ist.
An Silvester 2000 ist Romans wohlbehütete Kindheit auf einen Schlag vorbei, als ihm sein Vater, den er lange nur den "Leutnant" nennt, im völlig falschen Moment mitteilt, dass er adoptiert ist. Sein Leben scheint auseinander zu brechen. Von seinen leiblichen Eltern hat er nur ein Fotoalbum mit Ledereinband. Zum Glück hat er zwei gute Freunde, Stevie und den "Niemand", der nie spricht, zwei Heimkinder, mit denen er seine Jugend verbringt. Und er hat den Wolkenberührpunkt. Einen alten Telefonmasten, auf den die Jungs klettern, wenn sie ihre Ruhe haben wollen. Dieser Wolkenberührpunkt birgt ein Geheimnis. Der erste Wunsch, den man sich oben wünscht, bleibt geheim, weil er sich erfüllt.
"Ich bin oft hier hoch. Irgendwann habe ich gemerkt, dass die Sorgen nicht mitklettern. Und die Realität auch nicht." Roman, S. 129.
Was sich Roman in Bezug auf seine Nachbarin Mira gewünscht hat, erfahren wir erstmal nicht. Sie hat auch so ein Fotoalbum mit Ledereinband mit dem gleichen geschwungenen "J". Eine Beziehung scheint unmöglich, auch wenn sie die Liebe seines Lebens ist.
Meinung: Ich durfte Christoph Kramer bei einem moderierten Gespräch mit seinem Lektor zuhören. Und als ich das Buch gelesen habe, habe ich Christoph sprechen gehört. Nicht nur in den Zwischenkapiteln, in denen es um die Begegnung von Roman und Christoph geht. Auch in der Geschichte selbst. Die Überlegungen, dass jeder Wunsch ein Leben mit sich bringt. Die große Dankbarkeit gegenüber seinen Eltern und dem wohlbehüteten Elternhaus, die Möglichkeit, groß träumen zu dürfen. Die Gewissheit für den Erfolg einen hohen Preis bezahlt zu haben. Die Angst vor der Einsamkeit. Aber auch der Glaube an die Menschen, die Freundschaft und das Glück. Da spricht Christoph Kramer. Und nicht zuletzt bei der emotionalen Schilderung des WM-Finales 2014, bei der ich Gänsehaut bekommen habe.
Ich habe "Wolkenberührpunkt" sehr gerne gelesen. Das Buch ist genauso, wie ich Christoph Kramer in diesen anderthalb Stunden erlebt habe. Authentisch, emotional, dankbar und empfehlenswert!
P.S.: Christoph Kramer räumt auch im echten Leben Bücherregale in Buchhandlungen um, um seine Bücher vorteilhafter zu platzieren.
An Silvester 2000 ist Romans wohlbehütete Kindheit auf einen Schlag vorbei, als ihm sein Vater, den er lange nur den "Leutnant" nennt, im völlig falschen Moment mitteilt, dass er adoptiert ist. Sein Leben scheint auseinander zu brechen. Von seinen leiblichen Eltern hat er nur ein Fotoalbum mit Ledereinband. Zum Glück hat er zwei gute Freunde, Stevie und den "Niemand", der nie spricht, zwei Heimkinder, mit denen er seine Jugend verbringt. Und er hat den Wolkenberührpunkt. Einen alten Telefonmasten, auf den die Jungs klettern, wenn sie ihre Ruhe haben wollen. Dieser Wolkenberührpunkt birgt ein Geheimnis. Der erste Wunsch, den man sich oben wünscht, bleibt geheim, weil er sich erfüllt.
"Ich bin oft hier hoch. Irgendwann habe ich gemerkt, dass die Sorgen nicht mitklettern. Und die Realität auch nicht." Roman, S. 129.
Was sich Roman in Bezug auf seine Nachbarin Mira gewünscht hat, erfahren wir erstmal nicht. Sie hat auch so ein Fotoalbum mit Ledereinband mit dem gleichen geschwungenen "J". Eine Beziehung scheint unmöglich, auch wenn sie die Liebe seines Lebens ist.
Meinung: Ich durfte Christoph Kramer bei einem moderierten Gespräch mit seinem Lektor zuhören. Und als ich das Buch gelesen habe, habe ich Christoph sprechen gehört. Nicht nur in den Zwischenkapiteln, in denen es um die Begegnung von Roman und Christoph geht. Auch in der Geschichte selbst. Die Überlegungen, dass jeder Wunsch ein Leben mit sich bringt. Die große Dankbarkeit gegenüber seinen Eltern und dem wohlbehüteten Elternhaus, die Möglichkeit, groß träumen zu dürfen. Die Gewissheit für den Erfolg einen hohen Preis bezahlt zu haben. Die Angst vor der Einsamkeit. Aber auch der Glaube an die Menschen, die Freundschaft und das Glück. Da spricht Christoph Kramer. Und nicht zuletzt bei der emotionalen Schilderung des WM-Finales 2014, bei der ich Gänsehaut bekommen habe.
Ich habe "Wolkenberührpunkt" sehr gerne gelesen. Das Buch ist genauso, wie ich Christoph Kramer in diesen anderthalb Stunden erlebt habe. Authentisch, emotional, dankbar und empfehlenswert!
P.S.: Christoph Kramer räumt auch im echten Leben Bücherregale in Buchhandlungen um, um seine Bücher vorteilhafter zu platzieren.