Dem Himmel so nah?

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lesestern Avatar

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Als Roman an einem Silvesterabend von seinem Vater erfährt, dass er adoptiert worden ist, bricht für ihn eine Welt zusammen. Sein ganzes Weltbild verschiebt sich und es braucht Jahre, ja Jahrzehnte bis er sich damit aussöhnen kann.

Der Autor beschreibt diese Lebensgeschichte sehr berührend, indem er sein eigenes wohlbehütetes und erfolgreiches Leben dieser gegenüberstellt und damit aufzeigt, für wie selbstverständlich wir doch viele Dinge betrachten, die uns geschenkt wurden. In dieser Gegenüberstellung – und eigentlich noch in einer dritten (Stevie, Romans Freund, der Waise ist und in einem Heim aufwächst) – werden diese Privilegien dem Autoren, aber auch den Lesenden sehr bewusst.

Andere, deren Leben nicht so „einfach“ und „gradlinig“ verläuft, finden sich vielleicht eher in Roman wieder. Jeder kann sich in diesem Buch mit einer Person identifizieren.

Das ist eine der Stärken dieses Romans. Die andere ist, dass man durch den Schreibstil – obwohl aus auktorialer Sicht - sehr eng an Roman dran ist und sein Erleben und seine Gedanken sehr gut nachvollziehen kann, auch wenn einem einiges/vieles vielleicht fremd ist.

Ein toller Roman der leisen Töne, der Mut macht, trotz aller Umstände immer weiterzugehen und nicht zu lange stehenzubleiben.