Ein bewegendes Buch über Herkunft, Erwachsenwerden, erste Liebe und tiefe Freundschaft.

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"Aber bei aller Einzigartigkeit eines jeden Lebens gibt es Dinge, die uns einen. Beinahe jeder von uns hatte dieses eine Mädchen oder diesen einen Jungen - und diesen einen Sommer (...) Und wir alle hatten, hoffentlich, diesen einen Rückzugsort.""
Für Roman ist es der Wolkenberührpunkt, ein alter Mast, auf den er mit seinem besten Freund Stevie klettert, um das Leben "unten" aus einer anderen Perspektive zu sehen. So hoch, dass man glaubt, die Wolken berühren zu können ...
Viele Jahre später kauft Roman ein Buch, "Das Leben fing im Sommer an" von Christoph Kramer. Er ahnt nicht, dass der Autor in dabei beobachtet, wie er sorgfältig Münzen abzählt, um es zu bezahlen. Die beiden kommen ins Gespräch, und obwohl eigentlich Roman Fragen an Christoph Kramer hat, beginnt er selbst, von seinem Leben zu erzählen. Wie er vom Jugendlichen zum Erwachsenen wurde, mit allen Höhen und Tiefen, mit Wut über ein zu lange gehütetes Geheimnis und Dankbarkeit.
Ich habe auch das erste Buch des ehemaligen Fußballprofis Christoph Kramer gelesen und sehr gemocht. So war ich mehr als nur neugierig auf dieses. Im ersten haben wir das Aufwachsen des jungen Autors erleben dürfen, die Zeit, bevor er im Rampenlicht stand. Was würde jetzt kommen?
Der Autor bleibt seinem Thema treu, Jugenderlebnisse, spannende erste Male, aber diese Geschichte ist trauriger. Roman hatte es nicht leicht, sein Heranwachsen ist geprägt von einem großen Geheimnis, Krankheit, einer Liebe, die er nicht haben kann. Und doch ist er jetzt, Jahre später, dankbar.
Wenn man nur die Inhaltsangabe liest, wird man sich vielleicht fragen, warum der Autor auch im Buch erscheinen muss, warum er nicht einfach die Geschichte von Roman erzählt. Gerade diese ungewöhnliche Herangehensweise machte es für mich noch einen Tick interessanter und ich mochte es sehr, die Gedanken des Autors über Roman und sein Schicksal zu lesen. Kramers Reflektieren, sein Erkennen, sein Vergleichen, seine Dankbarkeit und Freude haben den Kreis geschlossen.
Vervollständigt wird die Geschichte durch Romans Freunde, den "Niemand", der kein Wort spricht und ebenso wie Stevie im Heim wohnt und Mira, das Nachbarsmädchen. Sie alle machen nicht nur Romans Leben, sondern auch das Buch zu etwas ganz Besonderem.
Fazit:
Ein bewegendes Buch über Herkunft, Erwachsenwerden, erste Liebe und tiefe Freundschaft.