Kein klassisches Coming of Age Buch
Roman wächst in einer Familie mit seiner Schwester Josie auf und erfährt mit 12, dass er, nicht wie seine Schwester, nicht der leibliche Sohn seiner Eltern ist. Sein Freund Stevie wohnt im benachbarten Kinderheim und hat, wie ein weiterer Freund, Träume für die Zukunft. Roman schwärmt früh für seine Nachbarin Mira und die 4 werden zu einer festen Einheit. Bis Roman sich an Romans 18. Geburtstag und dem Abitur die Wege trennen - Roman zieht zum Studium nach Düsseldorf, Stevie wird Schreiner, die beiden bleiben aber eng befreundet. Christoph Kramer erzählt die Geschichte von Roman, den er beim Release seines ersten Buches kennengelernt hat. Die Geschichte ist gezeichnet vom Erwachsenwerden. Identität und Sehnsucht und ist dabei berührend, fesselnd und sehr schön erzählt. Zwischendrin erfolgen Einordnung und Einschübe seitens des Autors, die zwar seine Demut und das Bekenntnis zu seinem persönlichen Glück zulassen, für mich persönlich aber im Schlusswort genauso gut aufgehoben gewesen wären. Die Geschichte per se ist aber so schön geschrieben, dass das Buch definitiv empfehlenswert ist.