Lebensrealitäten

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Ich bin immer noch erstaunt wie mich Christoph Kramer in diesem Buch überrascht, mitgenommen und völlig von sich überzeugt hat.

In einer stillen und doch berührenden erzahlweise schreibt er sich tief ins Herz.

Als aufgeregter Jungautor beobachtet Christoph Kramer in einer Buchhandlung den Verkauf seines Debütromans. Dabei fällt ihm ein junger Mann auf, der sein Buch mit abgezählten Münzen kauft. Er spricht ihn an, das Gespräch inspiriert ihn zu dieser tiefgründigen Story.

Roman erfährt erst mit 12 Jahren, dass er adoptiert wird. Und das auf eine unschöne und empathielose Art und Weise. Fortan fühlt er sich in seiner Familie nicht mehr Zuhause. Wir erleben Romans innere Einsamkeit, seine Suche nach seinen Eltern und seinem Platz im Leben.

Christoph Kramer lässt an einigen Stellen im seine Gedanken zu verschiedenen Themen aufkommen. Für mich wirkte es, als würde er im Gespräch mit Roman immer wieder innehalten um das Gehörte zu überdenken und mit seinen Lebensbedingungen abzugleichen.

Das fand ich besonders schön, denn so erfahren wir Dankbarkeit für als selbstverständlich empfundene Situationen und werden aufgefordert die Gedanken in unsere Vergangenheit schweifen zu lassen um unsere Lebensbedingungen aus einem anderen Blickwinkel zu bewerten.

Wolkenberührpunkt ist für mich ein besonderes Buch, welches noch eine Weile nachhallen wird. Von daher vergebe ich gerne 5 Sterne und empfehle es unbedingt weiter an Leser, die Lust haben sich mit verschiedenen Lebensrealitäten auseinanderzusetzen und evtl. auch ihr eigenes Erleben überdenken wollen.