Lügen Lieben Leben
Das Buch „Wolkenberührpunkt“ ist wie ein Gespräch zwischen Christoph Kramer, Profifußballer und Autor, und dem etwa gleichaltrigen Roman. Lesend bietet sich die Chance, diesem Gespräch zu lauschen, in dem es, der bewegten Geschichte von Roman folgend, letztlich um die Frage geht, was das Leben ausmacht, ob und wie es sich den eigenen Wünschen entsprechend gestalten lässt – insbesondere auch auf dem Weg des Erwachsenwerdens.
„Es war inzwischen mitten in der Nacht. Der Mond stand über den Dächern, klar und gleichgültig. Es schien ihn nicht zu beeindrucken, was hier unten passiert war. Roman dachte, dass das Leben wahrscheinlich so war. Es drehte sich einfach immer weiter. Unabhängig davon, was die Menschen gerade verloren oder gewonnen hatten.“ (S. 137).
Von dieser eher resignativen Zwischenbilanz kommt Roman nach weiteren innerlichen und äußerlichen Wirrungen gegen Ende seiner Erzählung zu einem versöhnlichen Rückblick auf seine überschattete Kindheit und Jugend: „Vor ihm lag sein Leben. Nicht perfekt. Nicht fertig. Aber vollständig genug, um zu wissen, dass es gut war, dass es genau so gekommen war.“ (S. 271)
Christoph Kramer, der nach eigenem Bekunden deutlich bessere Startbedingungen als Roman hatte, verabschiedet sich am Ende des Buches vom Fußball, seiner „großen Liebe“, und kommt zu dem Schluss: „Und damit wusste ich, dass mein neues Leben beginnen konnte. Darauf gebracht hatte mich ein Mann mit abgetragenem Mantel, der als erster Leser mein Buch kaufte.
Und vielleicht zum allerersten Mal in meinem Leben fühlte sich nicht das, was hinter mir lag, sondern das, was noch auf mich wartete, an wie das, was ich mir immer gewünscht hatte.“ (S. 277)
Ich empfehle das Buch allen, die das Leben auch als Suche leben und gerne an den Lebens-Geschichten anderer Suchender teilhaben – auch wenn sie möglicherweise „nur“ Roman-Figuren sind.
„Es war inzwischen mitten in der Nacht. Der Mond stand über den Dächern, klar und gleichgültig. Es schien ihn nicht zu beeindrucken, was hier unten passiert war. Roman dachte, dass das Leben wahrscheinlich so war. Es drehte sich einfach immer weiter. Unabhängig davon, was die Menschen gerade verloren oder gewonnen hatten.“ (S. 137).
Von dieser eher resignativen Zwischenbilanz kommt Roman nach weiteren innerlichen und äußerlichen Wirrungen gegen Ende seiner Erzählung zu einem versöhnlichen Rückblick auf seine überschattete Kindheit und Jugend: „Vor ihm lag sein Leben. Nicht perfekt. Nicht fertig. Aber vollständig genug, um zu wissen, dass es gut war, dass es genau so gekommen war.“ (S. 271)
Christoph Kramer, der nach eigenem Bekunden deutlich bessere Startbedingungen als Roman hatte, verabschiedet sich am Ende des Buches vom Fußball, seiner „großen Liebe“, und kommt zu dem Schluss: „Und damit wusste ich, dass mein neues Leben beginnen konnte. Darauf gebracht hatte mich ein Mann mit abgetragenem Mantel, der als erster Leser mein Buch kaufte.
Und vielleicht zum allerersten Mal in meinem Leben fühlte sich nicht das, was hinter mir lag, sondern das, was noch auf mich wartete, an wie das, was ich mir immer gewünscht hatte.“ (S. 277)
Ich empfehle das Buch allen, die das Leben auch als Suche leben und gerne an den Lebens-Geschichten anderer Suchender teilhaben – auch wenn sie möglicherweise „nur“ Roman-Figuren sind.