Manchmal liegt das Glück näher, als man denkt

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bücherpep Avatar

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Bei „Wolkenberührpunkt“ haben mich vor allem der ungewöhnliche Titel und die Idee angesprochen, zwei so unterschiedliche Lebenswege miteinander zu verbinden. Christoph Kramer erzählt die Geschichte von Roman, dessen Leben durch einschneidende Erlebnisse, Freundschaft, Verlust und die Suche nach seinem Platz in der Welt geprägt ist.

Mir hat gefallen, dass es in diesem Roman nicht einfach darum geht, was einem Menschen im Leben widerfährt, sondern auch darum, wie unterschiedlich wir mit unseren Erfahrungen umgehen. Während Roman seinen eigenen Weg sucht, erfährt man auch mehr über Christoph Kramers Gedanken und seine Sicht auf das Leben. Gerade dieser Wechsel zwischen den beiden Perspektiven macht die Geschichte für mich interessant und regt dazu an, über die eigenen Lebensumstände nachzudenken.

Der Schreibstil ist angenehm und unkompliziert, ohne dass die Geschichte dadurch an Tiefe verliert. Die Figuren wirken nahbar, und viele Themen fühlen sich sehr lebensnah an. Besonders die Frage, was uns wirklich glücklich macht und wie sehr unsere Herkunft und unsere Möglichkeiten unseren Lebensweg beeinflussen, bleibt auch nach dem Lesen im Kopf.

An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, noch etwas länger bei einzelnen Momenten und Figuren verweilen zu können. Trotzdem ist es gerade die Mischung aus Leichtigkeit und nachdenklichen Passagen, die den Roman für mich ausmacht. Auch der Titel bekommt im Verlauf der Geschichte eine besondere Bedeutung und steht sinnbildlich für einen Ort, an dem man kurz Abstand vom Alltag gewinnen und seinen Gedanken freien Lauf lassen kann.