Meine Erwartung an Woman Down von Colleen Hoover

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frieda500 Avatar

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Schon diese kurze Vorschau zu Woman Down hat bei mir richtig was ausgelöst. Allein die Aussage, dass es das Abgründigste sein soll, was Colleen Hoover je geschrieben hat, macht klar: Das hier wird nichts Leichtes. Und genau das erwarte ich auch nicht. Ich rechne mit einer Geschichte, die wehtut, die unbequem ist und die man nicht einfach konsumiert, sondern emotional mitnimmt.

Was mich besonders reizt, ist dieses Thema rund um öffentliche Ablehnung, Cancel Culture und den totalen Fall einer Frau, die vorher gefeiert wurde. Ich erwarte eine Hauptfigur, die innerlich zerrissen ist, die zweifelt, Fehler macht und vielleicht Dinge tut, die man nicht sofort gutheißen kann. Gerade dieses moralische Grau finde ich spannend – weil es sich ehrlich anfühlt und näher an der Realität ist als klare Gut-und-Böse-Schubladen.

Die Idee, dass ihre Inspiration ausgerechnet durch einen Mann zurückkehrt, der wie das Ebenbild ihres eigenen Romanhelden wirkt, klingt für mich gleichzeitig faszinierend und beunruhigend. Ich erwarte keine klassische Liebesgeschichte, sondern eine Verbindung, die gefährlich ist, die Grenzen überschreitet und einen ständig fragen lässt: Ist das noch Rettung – oder schon Selbstzerstörung?

Von Woman Down wünsche ich mir eine Geschichte, die unter die Haut geht, die mich mit einem mulmigen Gefühl zurücklässt und trotzdem fesselt. Ein Buch, das nicht gefallen will, sondern ehrlich ist. Wenn Colleen Hoover diesen dunklen Ton wirklich durchzieht und den emotionalen Abgrund ernst nimmt, könnte das ein Roman werden, den man nicht einfach zuschlägt und vergisst – sondern einer, der lange im Kopf bleibt.