Ein eher ruhiger Roman

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pageswithsusi Avatar

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Ich kam gut in die Geschichte rein und mochte den gewohnt guten Schreibstil der Autorin, der mich zunächst an der Story festgehalten hat.
Über weite Strecken empfand ich die Handlung als etwas langatmig und es passiert insgesamt eher wenig. Zwar gab es einige kurze Spannungsmomente, die mich neugierig gemacht haben, aber insgesamt konnte die Geschichte bei mir keinen echten Sog entwickeln.

Die Protagonistin Petra blieb für mich etwas distanziert und nicht wirklich sympathisch, was den emotionalen Zugang erschwert hat. Saint ist ein rätselhafter Charakter, dessen Verhalten schwer einzuschätzen ist und der mit seinen Auftritten immer wieder kleine Spannungsmomente in die Geschichte bringt.

Das Ende und die Wendungen haben mich nur bedingt überrascht, da ich einiges schon geahnt habe. Hinzu kommt, dass ich die Kurzgeschichte zum Buch bereits kannte. Ich hatte gehofft, dass der Roman sich stärker davon löst oder neue Akzente setzt, hatte aber eher das Gefühl, dass die ursprüngliche Geschichte ausführlicher ausgeschmückt wurde. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass Leser*innen, die die Kurzgeschichte nicht kennen, das Buch insgesamt besser genießen werden.

Fazit:
Ein ruhig erzählter Roman mit solidem Schreibstil, einzelnen spannenden Momenten und emotionaler Tiefe, der für mich sein Potenzial nicht ganz ausschöpfen konnte.