Ihr neustes Werk....
Ich habe schon einige Bücher von Colleen Hoover gelesen und war bisher jedes Mal emotional komplett abgeholt. Besonders Verity hat mich damals regelrecht durchgeschüttelt Spannung, Abgründe, Gefühle, alles war intensiv spürbar. Auch ihre anderen Geschichten konnten mich berühren, zum Lachen bringen oder zu Tränen rühren. Umso größer war meine Vorfreude auf dieses Buch.Leider konnte es meine Erwartungen nicht erfüllen. Zwar liest sich die Geschichte flüssig und schnell, doch genau das war auch Teil des Problems: Es blieb für mich alles etwas oberflächlich und farblos. Weder die Handlung noch die Emotionen der Figuren haben mich wirklich erreicht. Ich konnte zwar verstehen, was die Charaktere fühlen sollten, aber ich habe es nicht selbst gespürt. Mehr als einmal hatte ich beim Lesen das Bedürfnis, schneller durch die Seiten zu kommen, statt die Geschichte bewusst zu erleben. Am Ende war ich ehrlich gesagt eher erleichtert als bewegt.Trotzdem ändert das nichts daran, dass Colleen Hoover für mich weiterhin eine großartige Autorin bleibt. Vielleicht waren meine Erwartungen nach ihren früheren Büchern einfach zu hoch. Besonders im Vergleich zu Verity, das als ihr bisher düsterstes Werk gilt, wirkt dieses Buch beinahe zahm. Wer dort die schockierenden Wendungen und die beklemmende Atmosphäre erlebt hat, wird hier wohl eher wenig überrascht sein. Die Handlung verläuft recht vorhersehbar, ohne großen Spannungsaufbau oder echte Aha-Momente am Ende.Für mich diesmal leider kein emotionales Highlight eher eine Geschichte, die man liest und schnell wieder aus der Hand legt.