Leider enttäuschend!

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laura97 Avatar

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Da mir bis jetzt (fast) jedes Buch von Colleen Hoover nicht nur gut, sondern sehr gut gefallen und die Autorin mir regelmäßig Jahreshighlights geliefert hat, bin ich mit hohen Erwartungen an Woman Down herangegangen und hatte mir einen Romantic Thriller gewünscht, die mich genau so schockieren wird wie Verity. Leider ist der Autorin das mit Woman Down aber so gar nicht gelungen.

Bis auf einen Plottwist in der Mitte der Geschichte fand ich die Geschichte insgesamt sehr vorhersehbar. Im Wesentlichen hat sich alles so entwickelt, wie ich es von Anfang an erwartet hatte und obwohl einige Verwicklungen am Ende mich doch zumindest noch etwas überraschen konnten, ist dadurch beim Lesen kaum Spannung aufgekommen. Stattdessen wiederholen sich immer wieder ähnliche Handlungen und Gedanken und das Buch hat insgesamt sehr viel weniger Plot als ich es mir von einem (Romantic) Thriller gewünscht hätte. Und Spice gab es zwar jede Menge, aber Romance?

Während Nathaniel und die anderen Charaktere eher blass geblieben sind, haben Petras Gefühle sehr viel Raum eingenommen. Dabei konnte ich mich aber trotzdem kaum in sie hineinversetzen, denn ich konnte ihre Handlungen über weite Teile des Buches einfach nicht nachvollziehen. Ich hatte das Gefühl, dass Petra sich nicht selbst reflektiert, sich nur wenig entwickelt und die Fehler immer wieder bei anderen und nie bei sich selbst sucht. Insgesamt habe ich Petra als sehr unsympathische Protagonistin empfunden. Das lag nicht zuletzt daran, dass ich (trotz der gegenteiligen Worte der Autorin am Anfang) den Gedanken einfach nicht abschütteln konnte, dass die Autorin hier über die Kontroversen rund um sich selbst schreibt und dabei versucht, sich in ein positives (und leider irgendwie die Leser:innen in ein schlechtes) Licht zu rücken. Gut möglich, dass ich hier falsch liege und das nicht ihre Intention war, vielleicht kam dieses Buch über eine Autorin mit einer Schreibblockade nach einem Shitstorm über eine Buchverfilmung einfach nicht zum richtigen Zeitpunkt in der Karriere der Autorin.

Fazit: Leider das zweite Buch der Autorin, für das ich keine Leseempfehlung aussprechen kann.