Mäßiger Thriller - kein Vergleich zu Verity

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lexiherz Avatar

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"Woman Down" von Colleen Hoover ist im Januar 2026 im dtv Verlag erschienen. Es geht um Petra, eine Bestseller Autorin, die in einer einsamen Hütte versucht nach einen Shitstorm ihre Schreibblockade zu überwinden.

Eins vorab: ich hatte hohe Erwartungen an das Buch, nachdem ich Verity sehr geliebt habe. Leider wurden diese nicht erfüllt.

Die Geschichte beginnt recht seicht. Man lernt Petra kennen und erfährt, was ihr in den letzten Jahren passiert ist und warum es zu den aktuellen Problemen gekommen ist. Weiterhin lernt man noch einige Nebenprotagonisten kennen und findet relativ leicht in die Story rein. Die ersten 25% des Buches gefielen mir recht gut, wenn es auch etwas schleppend voran ging und ich mir dort schon etwas mehr Spannung gewünscht hätte.
Ab ca. 30% war ich dann teilweise wirklich genervt von der Hauptprotagonisten. Sie verhält sich wirklich absolut unnachvollziehbar und bei einigen Szenen musste ich wirklich lachen weil es so an den Haaren herbeigezogen und vorhersehbar war, wie Sie sich verhält.
Ab etwas 75% wurde es dann doch noch etwas spannender. Es kamen die erhofften Twists in der Story, die für ein paar Schock bzw. "Das kann doch nicht wahr sein"-Momente gesorgt haben. Grundsätzlich wurde mir aber alles zu schnell aufgelöst, ohne die Story dahinter gut genug auszubauen.

Alles in allem habe ich beim Lesen mehrfach über eine 2-Sterne-Bewertung nachgedacht. Die angesprochenen Twists haben es dann für mich tatsächlich doch noch etwas besser gemacht und somit habe ich nun 3 Sterne vergeben. Ich denke aber, dass ich einfach Verity als Ausreißer in guter Erinnerung behalten und künftig etwas Abstand zu den Büchern von Colleen Hoover nehmen werde.