Schöne Geschichte, aber falscher Hype

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zisaswelt Avatar

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Das neue Buch von Colleen Hoover basiert auf der Kurzgeschichte „Saint“. Ich kenne diese Geschichte nicht. Mich hat das Buch aufgrund der Werbung und des Covers angezogen.

Dinge wie: „Dunkel. Verführerisch. Hochspannend“ und „Wohl das abgründigste, was ich je geschrieben habe.“ haben mich wahnsinnig neugierig gemacht. Aber auch der Vergleich zu Verity, haben mich dazu gebracht, es unbedingt lesen zu wollen. Verity war mir zwar persönlich zu abgedreht, aber aufgrund der Kombination aus Thriller und dass es schlimmer als Verity sein soll, hat mich dazu bewegt es lesen zu wollen.

Colleen Hoover alleine steht für Liebe, Lust, Nervenkitzel, Thrill und jede Menge Plottwists. Und genau das habe ich nach der ganzen Werbung erwartet. Und wenn sie von sich schon behauptet, dass das Buch das abgründigste ist, was sie je geschrieben hat, dann erwarte ich ein Meisterwerk.

Aber manchmal sind genau diese großen Erwartungen das, was einen enttäuscht. Und so war es in diesen Fall. Wer zu große Erwartungen an das Buch hat, wird hier definitiv enttäuscht. Denn wer Verity und Woman Down vergleicht, vergleicht die berühmten Äpfel mit Birnen. Und dann ist es natürlich klar, dass der eine oder andere von dem Buch enttäuscht wird.

Wenn man das Buch ausschließlich als Thriller betrachtet, dann war es eine nette Geschichte. Hier fehlte es mir für einen Thriller stellenweise an Spannung. Die Geschichte vom Auf und Ab der Protagonistin fand ich sehr interessant, aber durch die fehlende Spannung fühlte es sich auch an manchen Stellen etwas langatmig an.

Insgesamt war es eine nette Geschichte für Zwischendurch, die mich gut unterhalten hat. Wenn es diesen Hype um das Buch nicht gegeben hätte, hätte ich das Buch auch sicher mit vier Sternen bewertet. Dadurch, dass ich mir was komplett anderes versprochen hatte und ich demzufolge etwas enttäuscht war, sind es drei tolle Sterne geworden.