Solide Komödie, aber Bryan macht mir Sorgen

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Der erste Satz funktioniert. "Von mir gehasst zu werden, war etwas Besonderes." Zieht rein, versprochen eingehalten. Die ersten Kapitel halten dieses Tempo. Stella ist witzig, der Banter mit Rowan hat echte Energie, die Dialoge klingen tatsächlich wie Schlagabtausch und nicht wie zwei Leute, die abwechselnd ihre vorbereiteten Witze ablesen.
Was mich aber mehr beschäftigt als die Enemies-to-Lovers-Prämisse, ist Bryan. Und zwar nicht positiv.
Bryan schreibt heimlich an die anonyme Liebeskolumne, weil er sich in der Beziehung "gefangen" fühlt und Stella für ziellos hält. Okay. Echte Beziehungsprobleme. Aber der Text behandelt das als Einleitung in Stellas Wachstumsbogen. Sie liest den Brief und fängt an, sich zu fragen, ob sie langweilig ist. Ob sie "besser" werden müsste. Und dann sagt Bryan ihr beim Trennungsgespräch buchstäblich ins Gesicht: "Du bist nicht wirklich aufregend" (gefolgt von "Das kam falsch rüber", als wäre das eine Entschuldigung).
Warte mal kurz. Wer hat wem hier was getan?
Das riecht nach einem Muster, das mich stören würde wenn es sich durchzieht. Rowan ist bisher nicht mehr als grumpy love interest mit Geheimnissen, Stella hat eine funktionierende Stimme, das Setting ist niedlich. Aber Stella, die anfängt sich selbst durch Bryans Augen zu hinterfragen? Das könnte mich schnell nerven.