Was passiert, wenn es in der Redaktion einer kleinen Zeitung gehörig knistert?

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„Written into my heart“ begleitet Stella und Rowan – beide arbeiten für die Lokalzeitung eines kleinen Ortes und könnten dabei verschiedener nicht sein. Sie analysiert die Sterne und ist für das Horoskop zuständig; er nimmt wirtschaftliche und politische Themen auseinander. Sie ist ein Sonnenschein und möchte, dass es allen gut geht; er ist der griesgrämige Eigenbrötler, der den Fokus eher auf seine Ziele legt. Da ist es fast logisch, dass in dieser Dynamik sofort die Fetzen fliegen und beide großen Gefallen daran finden, sich gegenseitig zur Weißglut zu bringen.
Das Buch erzählt die Geschichte aus beiden Perspektiven und gibt dem Leser so einen Einblick in die verschiedenen Gefühlswelten. So hat Stella beispielsweise an der Trennung von ihrer Jugendliebe zu knabbern, während Rowan um die Rückkehr zu seiner bisherigen Redaktion kämpft. Unter anderem Dr.Love, der anonymen Kolumne für Lebensfragen, geschuldet, verbringen die beiden Feinde zunehmend Zeit miteinander und aus den Fetzen werden Funken, mit denen beide nicht gerechnet haben.
„Written into my heart“ zeigt auf wundervolle leichte Art und Weise, wie sehr der Schein manchmal trügen kann: das größte Lächeln zeugt nicht immer von Fröhlichkeit; Unnahbarkeit ist mitunter auch nur ein Schutzmechanismus. Ein Thema, dass durch das ganze Buch begleitet, ist der Wunsch, den Erwartungen von anderen gerecht zu werden und insbesondere die Eltern nicht zu enttäuschen. Dass dabei auch die eigenen Träume und Wünsche eine Daseinsberechtigung haben und es gut ist, auch die echten Gefühle zeigen zu können – das ist gar nicht so einfach und bedarf Menschen, die geduldig mit einem sind und Sicherheit geben, auch wenn das Leben mit mysteriös verschwundenen Lochern und in Mitleidenschaft gezogenen Fußmatten nicht immer leicht ist.
Alles in allem handelt es sich um eine feel-good-Geschichte mit Kleinstadtflair, die ganz nebenbei wichtige Botschaften vermittelt und den Leser sanft daran erinnert, dass man ruhig nach den Sternen greifen kann und das Leben nicht immer schwer sein muss.