Mehr Schein als Sein?
Die Leseprobe zu „Yesteryear“ zieht einen in eine Welt, die sich einerseits sehr vertraut und andererseits unheimlich anfühlt. Die Geschichte spielt in einer Gemeinschaft, die versucht, das Leben der 1950er Jahre bis ins kleinste Detail nachzustellen – inklusive der Rollenbilder und der scheinbaren Idylle. Die Protagonistin beschreibt diesen Alltag sehr scharfzüngig und mit einem Blick für die Absurditäten, die unter der polierten Oberfläche lauern.
Der Schreibstil hat mir besonders gut gefallen, weil er sehr modern und direkt ist, obwohl das Setting altmodisch wirkt. Man spürt den inneren Konflikt der Erzählerin: Einerseits spielt sie die perfekte Ehefrau, die gemeinsam mit ihrem Mann betet, andererseits sind ihre Gedanken voller Ironie und fast schon unterdrückter Wut. Die Szene, in der sie über das „geistlose Gebet“ ihres Mannes nachdenkt und sich vorstellt, wie seine Worte in Comic-Sprechblasen an ihr vorbeiziehen, fand ich ebenso amüsant wie entlarvend.
Besonders spannend finde ich das Thema der „ultimativen Influencerin“. Es scheint in diesem Buch darum zu gehen, wie weit man gehen würde, um ein perfektes Image aufrechtzuerhalten, und welche Opfer man dafür bringt. Der Kontrast zwischen der Sehnsucht nach einer „einfacheren Zeit“ und dem Drang nach Selbstdarstellung wird hier sehr originell verknüpft.
Nach dem Lesen der ersten Seiten möchte ich unbedingt wissen, was genau hinter dem „Plan“ steckt, den die Protagonistin verfolgt, und ob diese künstliche Welt am Ende in sich zusammenbrechen wird. Es ist ein kluger und atmosphärisch sehr dichter Einstieg in eine Geschichte über Macht, Rollenspiele und die Suche nach echter Bedeutung.
Der Schreibstil hat mir besonders gut gefallen, weil er sehr modern und direkt ist, obwohl das Setting altmodisch wirkt. Man spürt den inneren Konflikt der Erzählerin: Einerseits spielt sie die perfekte Ehefrau, die gemeinsam mit ihrem Mann betet, andererseits sind ihre Gedanken voller Ironie und fast schon unterdrückter Wut. Die Szene, in der sie über das „geistlose Gebet“ ihres Mannes nachdenkt und sich vorstellt, wie seine Worte in Comic-Sprechblasen an ihr vorbeiziehen, fand ich ebenso amüsant wie entlarvend.
Besonders spannend finde ich das Thema der „ultimativen Influencerin“. Es scheint in diesem Buch darum zu gehen, wie weit man gehen würde, um ein perfektes Image aufrechtzuerhalten, und welche Opfer man dafür bringt. Der Kontrast zwischen der Sehnsucht nach einer „einfacheren Zeit“ und dem Drang nach Selbstdarstellung wird hier sehr originell verknüpft.
Nach dem Lesen der ersten Seiten möchte ich unbedingt wissen, was genau hinter dem „Plan“ steckt, den die Protagonistin verfolgt, und ob diese künstliche Welt am Ende in sich zusammenbrechen wird. Es ist ein kluger und atmosphärisch sehr dichter Einstieg in eine Geschichte über Macht, Rollenspiele und die Suche nach echter Bedeutung.