Aktuelle Themen fesselnd umgesetzt
Natalie inszeniert ihr „perfektes“ Farmleben für Millionen Follower*innen auf Instagram. Ihr gutaussehender Mann bestellt die Felder, ihre fünf, bald sechs Kinder - abseits von Smartphones und modernen Medien – werden zuhause unterrichtet und Natalie selbst propagiert ein „natürliches“ Leben. Ihr Content basiert auf konservativen und christlichen Werten. Hinter den Kulissen und unsichtbar für ihre Follower*innen arbeiten jedoch eine ganze Menge Menschen für die Familie: Nannys, eine Social Media Produzentin und Hilfsarbeiter für die Ladwirtschaft … bis Natalie eines Tages aufwacht und sich auf ihrer Farm wiederfindet, die irgendwie doch nicht ihre ist und mit einer Familie, die ihre ist, aber irgendwie auch nicht. Ohne Strom, ohne fließend Wasser sieht sich mit einem Farmleben Mitte des 19. Jahrhunderts konfrontiert.
Ich fand „Yesteryear“ sehr fesselnd. Die behandelten Themen sind top aktuell: Tradwives, Manosphere, Rechtsruck, Influencer*innen und Rechte von Kindern in den sozialen Medien. Es ist eine ganze Menge, das hier in einem Roman verpackt ist. Ich finde, dass es aber nicht überladen wirkt, sondern gut miteinander verwoben wird. Der Blick hinter die Kulissen dieser Strömungen war durchaus interessant, auch wenn ich persönlich mit Sorge auf diese Themen schaue.
Man merkt von Anfang an, dass es hier ein Kartenhaus gibt, das zusammenzubrechen droht. Man nähert sich in wechselnden Kapiteln zwischen Farmleben in der Moderne und Farmleben in der Vergangenheit der Auflösung. Da alles aus Natalies Perspektive erzählt wird, erfährt man viel über sie, ihre Kindheit und Jugend sowie ihre Entwicklung hin zur Influencerin. Man hat aber eben nur ihre Perspektive, was zuweilen absurd wirkt und es irgendwie auch bleibt. Ich war mit der Auflösung zum Ende hin aber zufrieden und fand es auch stimmig.
Kaum eine der Figuren war mir sympathisch. Mit den Kindern habe ich am meisten mitgefühlt. Insbesondere Natalie ist kein Mensch, mit dem ich mich identifizieren kann. Ihr Mann Caleb lässt auch wenig Raum für Sympathie.
Dennoch, ein flüssig und spannend geschriebener Roman mit einer Geschichte, die mich gepackt hat und ein interessanter Blick hinter den Vorhang.
Ich fand „Yesteryear“ sehr fesselnd. Die behandelten Themen sind top aktuell: Tradwives, Manosphere, Rechtsruck, Influencer*innen und Rechte von Kindern in den sozialen Medien. Es ist eine ganze Menge, das hier in einem Roman verpackt ist. Ich finde, dass es aber nicht überladen wirkt, sondern gut miteinander verwoben wird. Der Blick hinter die Kulissen dieser Strömungen war durchaus interessant, auch wenn ich persönlich mit Sorge auf diese Themen schaue.
Man merkt von Anfang an, dass es hier ein Kartenhaus gibt, das zusammenzubrechen droht. Man nähert sich in wechselnden Kapiteln zwischen Farmleben in der Moderne und Farmleben in der Vergangenheit der Auflösung. Da alles aus Natalies Perspektive erzählt wird, erfährt man viel über sie, ihre Kindheit und Jugend sowie ihre Entwicklung hin zur Influencerin. Man hat aber eben nur ihre Perspektive, was zuweilen absurd wirkt und es irgendwie auch bleibt. Ich war mit der Auflösung zum Ende hin aber zufrieden und fand es auch stimmig.
Kaum eine der Figuren war mir sympathisch. Mit den Kindern habe ich am meisten mitgefühlt. Insbesondere Natalie ist kein Mensch, mit dem ich mich identifizieren kann. Ihr Mann Caleb lässt auch wenig Raum für Sympathie.
Dennoch, ein flüssig und spannend geschriebener Roman mit einer Geschichte, die mich gepackt hat und ein interessanter Blick hinter den Vorhang.