Amisch
Eine Farm auf dem Land. Seifenherstellung und Brot backen von Hand. Das alles begleitet von einer Kamera. Herzlich willkommen auf der „Yesteryear“ Ranch.
Nathalie, ihr Mann Caleb und der gemeinsame Nachwuchs leben das traditionelle Leben. Nathalie gehört zur Amisch Gemeinschaft, dass bedeutet, sie und ihre Familie kommen ohne technischen Schnickschnack zurecht und bauen viel mehr auf Gott und die Natur. Ausnahme ist- krass widersprüchlich- Nathalies Influencer Account, für den sie ihr Leben filmt. Doch eines Tages wacht sie auf und alles ist anders..
Burke ist es gelungen, einen Roman voller Gegensätze zu schreiben. Während Nathalie Themen wie Farmleben, Eigenproduktion und wenig Technik verkörpert, wimmelt es auf ihrer Farm von Hilfsarbeitern und gar einen Kamerateam. Doch statt erhobenen Zeigefinger lässt die Autorin Nathalie geschickt durch die Nebencharaktere auffliegen, sei es durch Interviews oder versteckte Aufnahmen.
Auch Nathalies Innenleben erscheint widersprüchlich. Alles kommt ihr merkwürdig vor und sie weiß nicht, was sie selber ihren Kindern beigebracht hat. Immer wieder wendet sie sich in ihrer Verzweiflung an Gott, wie von ihrer Mutter gelernt, doch sie entwickelt sich nicht und lässt andere handeln. Durch dieses Wirrwarr entsteht allerdings keine in die Länge gezogene oder unklare Handlung, viel mehr wird der Unterhaltungswert für den Leser aufrecht erhalten. Das gelingt durch die Sprache.
Die Sprache ist für mich das beste am Buch. Humorvoll und reflektiert wird das Leben auf der Ranch geschildert. Dabei kommt man als Leser zum nachdenken und erkennt, wie das Leben der Internet Stars wirklich ist. Burke vermeidet bewusst offene Kritik und lässt die Situation stattdessen ruhig und lustig auf die Leser wirken.
Auch wenn nicht alles immer direkt Sinn ergibt und Nathalie nicht zwingend sympathisch rüber kommt, ist Yesteryear ein gelungener Roman. Man muss sich gewiss darauf einlassen können und ein wenig Wissen über die Amisch Gemeinschaft ist sinnvoll. Insgesamt hat der Roman vier Sterne mehr als verdient.
Nathalie, ihr Mann Caleb und der gemeinsame Nachwuchs leben das traditionelle Leben. Nathalie gehört zur Amisch Gemeinschaft, dass bedeutet, sie und ihre Familie kommen ohne technischen Schnickschnack zurecht und bauen viel mehr auf Gott und die Natur. Ausnahme ist- krass widersprüchlich- Nathalies Influencer Account, für den sie ihr Leben filmt. Doch eines Tages wacht sie auf und alles ist anders..
Burke ist es gelungen, einen Roman voller Gegensätze zu schreiben. Während Nathalie Themen wie Farmleben, Eigenproduktion und wenig Technik verkörpert, wimmelt es auf ihrer Farm von Hilfsarbeitern und gar einen Kamerateam. Doch statt erhobenen Zeigefinger lässt die Autorin Nathalie geschickt durch die Nebencharaktere auffliegen, sei es durch Interviews oder versteckte Aufnahmen.
Auch Nathalies Innenleben erscheint widersprüchlich. Alles kommt ihr merkwürdig vor und sie weiß nicht, was sie selber ihren Kindern beigebracht hat. Immer wieder wendet sie sich in ihrer Verzweiflung an Gott, wie von ihrer Mutter gelernt, doch sie entwickelt sich nicht und lässt andere handeln. Durch dieses Wirrwarr entsteht allerdings keine in die Länge gezogene oder unklare Handlung, viel mehr wird der Unterhaltungswert für den Leser aufrecht erhalten. Das gelingt durch die Sprache.
Die Sprache ist für mich das beste am Buch. Humorvoll und reflektiert wird das Leben auf der Ranch geschildert. Dabei kommt man als Leser zum nachdenken und erkennt, wie das Leben der Internet Stars wirklich ist. Burke vermeidet bewusst offene Kritik und lässt die Situation stattdessen ruhig und lustig auf die Leser wirken.
Auch wenn nicht alles immer direkt Sinn ergibt und Nathalie nicht zwingend sympathisch rüber kommt, ist Yesteryear ein gelungener Roman. Man muss sich gewiss darauf einlassen können und ein wenig Wissen über die Amisch Gemeinschaft ist sinnvoll. Insgesamt hat der Roman vier Sterne mehr als verdient.