Ein falscher Weg?

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lese-mama Avatar

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Bewertet mit 3,5 Sternen

Zum Buch:

Natalie Heller Mills wurde von einer christlichen Mutter in einer christlichen Gemeinde großgezogen. Am College lernte sie ihren Ehemann Caleb Mills kennen, sie heiraten, bekommen Kinder und leven auf einer gekauften Farm ein Leben, wie es sich viele ihrer Follower wünschen. Denn Natalie wird Influencerin, lebt das Leben eines Trad-Wifes, ihr Mann das eines Farmers und Möchtegerncowboys. Dann erwacht sie in einem wahren Albtraum



Meine Meinung:

Ich war neugierig auf die Geschichte, da ich tatsächlich überhaupt nichts davon halte, seine Kinder dermaßen zu vermarkten, sie der Öffentlichkeit bloßzustellen und auch selbst, wenn auch in kleinerem Maß das Leben eines Trad-Wifes führe. Aber schon im Prolog dachte ich, was für eine unsymphatische Frau Natalie doch ist. Sie kam dermaßen biestig und arrogant daher und wäre ich nicht so neugierig, hätte ich nicht weitergelesen.

Dann kam die Wendung, die zwar im Klappentext erwähnt wurde, den ich aber nicht gelesen hatte. Natalie wachte mir ihrem Gegenwartwissen in der Vergangenheit, im neunzehnten Jahrhundert auf.

Abwechselnd wird von Natalies jungen Jahren, ihrer Ehe und ihrer Influencer-Karriere und der Natalieim Neunzehnten Jahrhundert erzählt. So erfahren wir in der "Gegenwart" immer mehr von Natalies Leben, sie wurde mir aber auf keiner Seite symphatischer. Aber, wenn wir ehrlich sind, lebt das Buch von der Antipathie zu den Protagonisten, denn auch Caleb war äußerst seltsam, genauso wie sein Vater, der Politiker.

Die letzten hundert Seiten überschlagen sich dann die Ereignisse und das Buch nahm eine so unerwartete Wendung, ich fand es auf einmal richtig gut. Aber da der Anfang recht zäh und mir Natalie dermaßen unsympathisch war, reichte es nur für durchschnittliche Bewertung. Als LeserIn braucht man jedenfalls durchhaltevermögen, dass sich aber am Ende zumindest für mich gelohnt hat.