Ein Roman, der lange nachhallt!

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jessyjcb Avatar

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Yesteryear hat mich vor allem mit seiner außergewöhnlichen Idee überzeugt. Das Thema rund um Tradwives wird aktuell viel diskutiert und die Autorin greift es auf eine spannende und gleichzeitig unterhaltsame Weise auf. Schon nach den ersten Kapiteln war ich neugierig, wie sich die Geschichte entwickeln würde, und wollte unbedingt wissen, worauf alles hinausläuft.

Besonders interessant fand ich die Protagonistin Natalie. Sie ist definitiv keine Figur, die man sofort ins Herz schließt, aber genau das macht sie so spannend. Ihre Gedanken, Entscheidungen und Widersprüche haben die Geschichte für mich getragen. Auch wenn ich ihre Ansichten oft nicht geteilt habe, konnte ich ihre Beweggründe nachvollziehen und fand es faszinierend, ihre Entwicklung zu verfolgen.

Der Schreibstil ließ sich angenehm und flüssig lesen. Durch die verschiedenen Zeitebenen und Rückblicke bleibt die Handlung abwechslungsreich und setzt nach und nach immer neue Puzzleteile zusammen. Vor allem die gesellschaftskritischen Themen wurden geschickt in die Geschichte eingebunden, ohne belehrend zu wirken. Das Buch regt immer wieder zum Nachdenken an und bietet viel Stoff, über den man auch nach dem Lesen noch diskutieren kann.

Im Mittelteil gab es für meinen Geschmack zwar ein paar Passagen, die sich etwas gezogen haben, und auch das Ende hätte an manchen Stellen etwas mehr Raum vertragen können. Trotzdem hat mich die Geschichte bis zum Schluss gefesselt, weil ich unbedingt wissen wollte, wie alles zusammenhängt. Mit der Auflösung habe ich so nicht gerechnet, was das Buch für mich noch einmal besonders gemacht hat.

Insgesamt ist Yesteryear ein ungewöhnlicher Roman, der aktuelle gesellschaftliche Themen mit einer originellen Geschichte verbindet. Wer Bücher mag, die zum Nachdenken anregen und gleichzeitig spannend erzählt sind, sollte diesem Roman definitiv eine Chance geben.