Erschreckend realistisch

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anna.liest Avatar

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Natalie Heller Mills ist eine erfolgreiche Influencerin und Tradwife, die mit ihrer großen Familie auf einer Farm lebt und nach außen das perfekte Leben präsentiert. Doch eines Tages wacht sie plötzlich im Jahr 1855 auf – ohne moderne Hilfsmittel, ohne Mitarbeitende und ohne den Komfort, an den sie gewöhnt ist. Statt der romantisierten Farm-Idylle muss sie sich nun mit den harten Bedingungen des Lebens in der Pionierzeit auseinandersetzen und einen Weg zurück in ihre Zeit finden.

"Yesteryear" war und ist seit einigen Wochen hier überall zu sehen und auch ich bin irgendwann nicht mehr drum herum gekommen. Dabei hat es mich wirklich positiv überrascht. Die Autorin verbindet spannende Unterhaltung mit Gesellschaftskritik. Themen wie Social Media, Politik, die Inszenierung eines perfekten Familienlebens, traditionelle Rollenbilder und die Kommerzialisierung des Privatlebens werden auf eine kluge Weise in die Handlung eingebaut, ohne dass es belehrend wirkt.
Natalie war mir so oft unfassbar unsympathisch, aber genau das macht sie so interessant. Ihre Entwicklung und der Blick hinter die perfekte Fassade haben die Geschichte für mich noch spannender gemacht.

Für mich war „Yesteryear“ ein echter Pageturner mit unvorhergesehenen Plot Twists, der mich nicht nur bestens unterhalten, sondern auch zum Nachdenken angeregt hat.