Fesselnd bis verstörend
Es fällt mir schwer, diesen Roman zu rezensieren, ohne zu viel vom Inhalt zu spoilern: Caro Claire Burke erzählt von Natalie, einem erfolgreichen und selbstbewussten Tradwife in den sozialen Medien, die eines Tages aufwacht und sich im ungeschönten harten Alltag des Farmerlebens wiederfindet, das sie bisher idealisiert und gut vermarktet hat.
Über viele Seiten bleibt der Leser im Unklaren, was passiert ist. Stattdessen erfährt er viel über Natalie Biographie, die prägende religiöse Erziehung durch die Mutter und das allgegenwärtige Mantra ‚Stelle Dir vor, Du würdest beobachtet‘. Der Roman zeigt ihre religiös-fundamentalistische Deutung ihres Lebens, die zunehmend in eine religiöse Projektion übergeht, bis auch für den Leser die Grenzen zwischen Realität und Wahn verschwimmen. Das ist faszinierend bis verstörend und lässt mich ratlos zurück.
Der Roman ist fesselnd geschrieben, aber mein innerer Widerstand gegen die Entwicklung der Ereignisse sowie die Deutung durch die Protagonistin wuchs gerade im letzten Drittel des Buches erheblich. Der amerikanischen Leserschaft mag diese fundamentalistische Weltsicht und die Erwartung, in Mitmenschen Engel zu sehen oder Gott sprechen zu hören, vertrauter sein, aber mir wäre eine weniger theatralische und realitätsnähere Auflösung der Story lieber gewesen.
Über viele Seiten bleibt der Leser im Unklaren, was passiert ist. Stattdessen erfährt er viel über Natalie Biographie, die prägende religiöse Erziehung durch die Mutter und das allgegenwärtige Mantra ‚Stelle Dir vor, Du würdest beobachtet‘. Der Roman zeigt ihre religiös-fundamentalistische Deutung ihres Lebens, die zunehmend in eine religiöse Projektion übergeht, bis auch für den Leser die Grenzen zwischen Realität und Wahn verschwimmen. Das ist faszinierend bis verstörend und lässt mich ratlos zurück.
Der Roman ist fesselnd geschrieben, aber mein innerer Widerstand gegen die Entwicklung der Ereignisse sowie die Deutung durch die Protagonistin wuchs gerade im letzten Drittel des Buches erheblich. Der amerikanischen Leserschaft mag diese fundamentalistische Weltsicht und die Erwartung, in Mitmenschen Engel zu sehen oder Gott sprechen zu hören, vertrauter sein, aber mir wäre eine weniger theatralische und realitätsnähere Auflösung der Story lieber gewesen.