Gefahren der Illusion
Inhalt: Natalie Heller Mills führt das perfekte traditionelle Leben mit Cowboy-Ehemann, fünf liebenswerten Kindern, einer renovierten Farm in idyllischer Landschaft und täglich frisch gebackenem Sauerteigbrot. Dieses makellose Familienleben präsentiert sie voller Hingabe in den sozialen Medien, wo sie von Millionen Menschen gefeiert wird. Doch eines Tages findet sich Natalie plötzlich in der harten Realität des 19. Jahrhunderts wieder und somit in einer Realität, die weit weniger romantisch ist als die Version, die sie ihren Followern verkauft.
Mein Leseeindruck: Natalie Heller Mills hat auf den ersten Blick alles erreicht und vermarktet ihr Leben als die perfekte Ideologie. Millionen Menschen bewundern sie dafür. Dabei nimmt sie es mit der Wahrheit nicht immer allzu genau, solange sie die Illusion eines perfekten Lebens aufrechterhalten kann.
Mit Natalie wurde eine Protagonistin geschaffen, mit der ich mich beim Lesen bewusst schwer getan habe. Sie vertritt ein Weltbild, das hart erkämpfte Frauenrechte abwertet, liebt weniger ihren Ehemann und ihre Kinder als vielmehr die Vorstellung einer perfekten Familie als Aushängeschild und nutzt Religion nicht als Halt, sondern als Werkzeug, um ihre eigenen Ansichten zu legitimieren. Dabei zählen für sie nicht Wohl und Glück ihrer Kinder, sondern allein, dass diese dem perfekten Drehbuch folgen.
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen erleben wir Natalies glänzende Social-Media-Welt der Gegenwart, zum anderen das entbehrungsreiche und schonungslose Leben des 19. Jahrhunderts. Gerade dieser Kontrast macht den Roman besonders eindringlich. Zwar schleichen sich zwischendurch kleinere Längen ein, doch insbesondere zum Ende hin zieht die Geschichte noch einmal deutlich an und mündet in ein nachdenklich stimmendes Finale.
Fazit: Ein kluger, provokant-satirischer Roman über die Gefahren inszenierter Ideale und die Absurdität der perfekten Social-Media-Welt. „Yesteryear“ regt zum Nachdenken an und hält der modernen, inszenierten Sehnsucht der Tradwives nach vermeintlich einfachen, traditionellen Lebensmodellen auf eindrucksvolle Weise den Spiegel vor.
Mein Leseeindruck: Natalie Heller Mills hat auf den ersten Blick alles erreicht und vermarktet ihr Leben als die perfekte Ideologie. Millionen Menschen bewundern sie dafür. Dabei nimmt sie es mit der Wahrheit nicht immer allzu genau, solange sie die Illusion eines perfekten Lebens aufrechterhalten kann.
Mit Natalie wurde eine Protagonistin geschaffen, mit der ich mich beim Lesen bewusst schwer getan habe. Sie vertritt ein Weltbild, das hart erkämpfte Frauenrechte abwertet, liebt weniger ihren Ehemann und ihre Kinder als vielmehr die Vorstellung einer perfekten Familie als Aushängeschild und nutzt Religion nicht als Halt, sondern als Werkzeug, um ihre eigenen Ansichten zu legitimieren. Dabei zählen für sie nicht Wohl und Glück ihrer Kinder, sondern allein, dass diese dem perfekten Drehbuch folgen.
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen erleben wir Natalies glänzende Social-Media-Welt der Gegenwart, zum anderen das entbehrungsreiche und schonungslose Leben des 19. Jahrhunderts. Gerade dieser Kontrast macht den Roman besonders eindringlich. Zwar schleichen sich zwischendurch kleinere Längen ein, doch insbesondere zum Ende hin zieht die Geschichte noch einmal deutlich an und mündet in ein nachdenklich stimmendes Finale.
Fazit: Ein kluger, provokant-satirischer Roman über die Gefahren inszenierter Ideale und die Absurdität der perfekten Social-Media-Welt. „Yesteryear“ regt zum Nachdenken an und hält der modernen, inszenierten Sehnsucht der Tradwives nach vermeintlich einfachen, traditionellen Lebensmodellen auf eindrucksvolle Weise den Spiegel vor.