Gesellschaftskritischer Thriller?

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tnasnydr Avatar

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Yesteryear war für mich definitiv etwas Besonderes – ein Buch, das sich von vielem abhebt, was ich bisher gelesen habe. Mit dem Thema Tradwives hatte ich mich zuvor kaum beschäftigt, weshalb mich die Geschichte umso neugieriger gemacht hat.

Besonders interessant waren die beiden Protagonisten, die so gar nicht in die Rollen passen wollten, die sie nach außen verkörpern. Beide waren auf ihre eigene Weise ausgesprochen unsympathisch – und ich glaube, selten hat mich eine Protagonistin so abgestoßen wie hier. Gleichzeitig konnte ich ihre Beweggründe stellenweise durchaus nachvollziehen, was die Geschichte umso faszinierender gemacht hat.

Der Roman ist fast wie ein Thriller aufgebaut. Die Spannung steigt kontinuierlich an und erreicht zum Ende hin ihren Höhepunkt, je mehr sich die Zusammenhänge erschließen und sich der Plot immer deutlicher abzeichnet. Auch die Zeitsprünge haben mir insgesamt sehr gut gefallen, auch wenn die Rückblicke für meinen Geschmack stellenweise etwas lang geraten sind.

Insgesamt ein unglaublich fesselndes Buch mit einem ungewöhnlichen Thema, das sich hervorragend liest und lange nachhallt. Vor allem als gesellschafts- und politikkritischer Roman bietet Yesteryear unglaublich viel Stoff zum Nachdenken und Reflektieren.