Highlight!
Um "Yesteryear" kommt dieses Jahr vermutlich niemand drum herum und so musste ich es natürlich auch lesen!
Das Buch handelt von der erfolgreichen Bloggerin Natalie Heller Mills, die mit ihrer Farm und gleichnamigen Account "Yesteryear" täglich Millionen Follower an ihrem traumhaften, idyllischem und vor allem traditionellem Leben teilhaben lässt. Doch ihr "Trad Wife" Traum entwickelt sich zu einem Albtraum, als sie sich plötzlich in dem Leben wiederfindet, das sie bisher nur zu imitieren versuchte...
Der Roman hatte mich direkt auf den ersten Seiten in seinen Bann gezogen. Ich wollte und konnte es einfach nicht weglegen, sodass ich "Yesteryear" so schnell beendet habe, wie schon lange kein anderes Buch mehr. Mit Natalie hat die Autorin Caro Claire Burke eine der unsympathischsten Protagonistinnen der heutigen Zeit erschaffen und man erwischt sich beim Lesen selbst dabei, eher auf Seite der von Natalie getauften "wütenden Weibern" zu stehen, die sich täglich in ihrer Kommentarspalte über ihr inszeniertes, ach so perfektes Leben aufregen. Dieses Buch bringt einen doch tatsächlich dazu, selbst zu so einer "Karen" zu mutieren, weil man als Leser*in Natalie an so vielen Stellen einfach nur schütteln möchte! Gleichzeitig gibt der dunkle Humor, mit dem der Roman geschrieben wurde, auch immer wieder Anlass in sich hinein oder lauthals los zu lachen. Die Entwicklung, die der Roman nimmt, ist wie ein Unfall, bei dem man nicht wegschauen möchte. Ich habe mich wie in einem Bann gefühlt, dem ich mich nicht mehr entziehen konnte. Gleichzeitig wird auch eine gewisse Spannung aufrechterhalten, da man zu Beginn direkt in die Geschichte geworfen wird und sich die Zusammenhänge und die Vorgeschichte erst nach und nach ergeben – ein weiterer Grund, wieso ich einfach nicht aufhören wollte zu lesen. Das Ende hat mich dann doch ziemlich überrascht und ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich es mag, oder ob es doch etwas „drüber“ war - andererseits spielt dieser ganze Roman ja eben genau mit dieser Überzogenheit. Was mir aber sehr gut daran gefallen hat, ist, dass man wie Natalie selbst, irgendwann beginnt, daran zu zweifeln, was eigentlich noch Realität und was Einbildung ist.
Sprachlich, erzählerisch und inhaltlich ist dieses Buch wirklich ein Highlight. Wenn man zusätzlich noch in Betracht zieht, dass es sich mit "Yesteryear" um einen Debütroman handelt, bin ich sehr gespannt und voller Vorfreude, was uns hoffentlich weiter von der Autorin erwarten wird. Ich bin wirklich geflashed!
Das Buch handelt von der erfolgreichen Bloggerin Natalie Heller Mills, die mit ihrer Farm und gleichnamigen Account "Yesteryear" täglich Millionen Follower an ihrem traumhaften, idyllischem und vor allem traditionellem Leben teilhaben lässt. Doch ihr "Trad Wife" Traum entwickelt sich zu einem Albtraum, als sie sich plötzlich in dem Leben wiederfindet, das sie bisher nur zu imitieren versuchte...
Der Roman hatte mich direkt auf den ersten Seiten in seinen Bann gezogen. Ich wollte und konnte es einfach nicht weglegen, sodass ich "Yesteryear" so schnell beendet habe, wie schon lange kein anderes Buch mehr. Mit Natalie hat die Autorin Caro Claire Burke eine der unsympathischsten Protagonistinnen der heutigen Zeit erschaffen und man erwischt sich beim Lesen selbst dabei, eher auf Seite der von Natalie getauften "wütenden Weibern" zu stehen, die sich täglich in ihrer Kommentarspalte über ihr inszeniertes, ach so perfektes Leben aufregen. Dieses Buch bringt einen doch tatsächlich dazu, selbst zu so einer "Karen" zu mutieren, weil man als Leser*in Natalie an so vielen Stellen einfach nur schütteln möchte! Gleichzeitig gibt der dunkle Humor, mit dem der Roman geschrieben wurde, auch immer wieder Anlass in sich hinein oder lauthals los zu lachen. Die Entwicklung, die der Roman nimmt, ist wie ein Unfall, bei dem man nicht wegschauen möchte. Ich habe mich wie in einem Bann gefühlt, dem ich mich nicht mehr entziehen konnte. Gleichzeitig wird auch eine gewisse Spannung aufrechterhalten, da man zu Beginn direkt in die Geschichte geworfen wird und sich die Zusammenhänge und die Vorgeschichte erst nach und nach ergeben – ein weiterer Grund, wieso ich einfach nicht aufhören wollte zu lesen. Das Ende hat mich dann doch ziemlich überrascht und ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich es mag, oder ob es doch etwas „drüber“ war - andererseits spielt dieser ganze Roman ja eben genau mit dieser Überzogenheit. Was mir aber sehr gut daran gefallen hat, ist, dass man wie Natalie selbst, irgendwann beginnt, daran zu zweifeln, was eigentlich noch Realität und was Einbildung ist.
Sprachlich, erzählerisch und inhaltlich ist dieses Buch wirklich ein Highlight. Wenn man zusätzlich noch in Betracht zieht, dass es sich mit "Yesteryear" um einen Debütroman handelt, bin ich sehr gespannt und voller Vorfreude, was uns hoffentlich weiter von der Autorin erwarten wird. Ich bin wirklich geflashed!