Hochaktuelles Buch über die Tradwifebewegung
Natalie lernt Caleb beim Studium in Harvard kennen, wird schwanger und heiratet. Für den Masterabschluss ihres Mannes gibt sie ihr Studium auf und wird nie wieder an die Uni zurückkehren. Macht nichts. Schließlich sind die Eltern ihres nichtsnutzigen Mannes steinreich und ihr Schwiegervater wird bald Präsidentschaftskandidat. Nur für Caleb muss Natalie noch eine Aufgabe finden. Und da er früher gerne Cowboy geworden wäre, lassen sie sich von Schwiegervater Doug eine Farm im Niemandsland Idahos kaufen. Dort inszeniert Online-Natalie ihr perfektes und glückliches Leben auf Instagram als amerikanisches Tradwife mit Sauerteigbrot, Bioanbau und fünf glücklichen Kindern. Fünf Millionen Follower sehen dabei zu. Doch der Schein trügt. Die echte Natalie übt vor dem Spiegel das perfekte Lächeln für die Kamera um relatable und nett rüber zu kommen. Eine Produzentin kümmert sich um den Content, zwei Nannys um die Kinder. Immigranten aus Mexiko bewirtschaften die Farm und setzen auf Natalies Befehl Pestizide ein. Natalies Mann weiß davon nichts und glaubt an sein Biogemüse. Die Followerzahl wächst, der Online-Shop gedeiht. Bis Natalie ein unglaublicher Fehler passiert und sie auf ihrer eigenen Farm im 19. Jahrhundert ohne Strom und fließendes Wasser aufwacht. Was ist passiert? Warum sehen ihre Kinder nur so aus, als ob es ihre Kinder wären? Wieso behandelt sie ihr Ehemann so grob? Sie erlebt ihren absoluten Alptraum abseits des Social-Media-Ruhms.
Meine Einschätzung:
Yesteryear ist ein hochaktuelles Buch über die Tradwifebewegung in den USA. Es zeigt, wie ein knallhartes Social-Media Business aufgebaut wird, das christliche Werte und ein einfaches Farmleben romantisiert. Doch dahinter stecken Redakteurinnen, Drehpläne und unzählige helfende Hände, die vor der Kamera nie gezeigt werden, um den schönen Schein zu wahren.
Es zeigt aber auch, wie clevere Akademikerinnen mit Potenzial sich aufgrund ihres Glaubens in ein Leben begeben, das scheinbar von Gott gewollt ist und dabei ihre eigene Identität verlieren.
Für mich war Yesteryear ein spannendes, hochaktuelles Buch, das mich atemlos durch die Seiten getragen hat. Für mich jetzt schon ein Jahreshighlight!
Meine Einschätzung:
Yesteryear ist ein hochaktuelles Buch über die Tradwifebewegung in den USA. Es zeigt, wie ein knallhartes Social-Media Business aufgebaut wird, das christliche Werte und ein einfaches Farmleben romantisiert. Doch dahinter stecken Redakteurinnen, Drehpläne und unzählige helfende Hände, die vor der Kamera nie gezeigt werden, um den schönen Schein zu wahren.
Es zeigt aber auch, wie clevere Akademikerinnen mit Potenzial sich aufgrund ihres Glaubens in ein Leben begeben, das scheinbar von Gott gewollt ist und dabei ihre eigene Identität verlieren.
Für mich war Yesteryear ein spannendes, hochaktuelles Buch, das mich atemlos durch die Seiten getragen hat. Für mich jetzt schon ein Jahreshighlight!