Leider nein.
Tja, wahrscheinlich mache ich mich unbeliebt, aber: Das war nix. Für mich hat es jedenfalls nicht funktioniert und ich kann den Hype um "Yesteryear" nicht nachvollziehen.
Doch worum geht's? Wir folgen (haha) Natalie in ihrer Friede-Freude-Eierkuchen-heilen Trad-Wife-Insta-Welt, in der alles so perfekt inszeniert ist, dass sie eine ganze Fußballmannschaft an Mitarbeitenden benötigt, um den schönen Schein zu erzeugen. Als sie sich (in einer zweiten Zeitebene) plötzlich im Jahr 1805 wiederfindet, ist sie gezwungen genau das Leben zu führen, das sie online so aufwendig vortäuscht...
Ehrlich gesagt wollte ich schon nach der ersten Stunde im Hörbuch abbrechen - Natalie ist einfach ein absolutes Biest und ihre wüsten Beschimpfungen gegen alles und jeden gingen mir von Sekunde eins an auf die Nerven. Natürlich kann man nun sagen: Das ist ja genau das Konzept einer unsympathischen Erzählerin. Ich bin durchaus Fan dieses Konzepts, wenn dieses dann auch inhaltlich untermauert wird. Wird es hier jedoch nicht. Natalie hasst - ihr Leben, ihren Hof, ihre Tiere, ihren Mann, ihre Kinder, random Bekannte von früher im Supermarkt... Überall und immer und das ohne Begründung oder Erklärung. Über weite Strecken des Buches passiert nicht viel mehr als dass sie alles hasst. Das war mir zu dünn, um mich durch das Buch zu tragen. Es war durchaus interessant zu lesen, wie sie zur Trad-Wife wurde, das hat mich ehrlich gesagt am meisten bei der Stange gehalten. Doch gerade der historische Teil ist voller Längen, in denen die Story nicht so Recht vom Fleck kommt. Monolog an Monolog, es drehte sich im Kreis.
Und dann plötzlich, auf den letzten 80 Seiten, gibt der Roman Gas und die Ereignisse überschlagen sich. Doch auch hier hinken für mich die Logik und Glaubwürdigkeit der Geschichte den rasanten Plot-Twists hinterher. Existenzielle Erklärungen, die schnell abgefrühstückt werden und Sinneswandel, die quasi aus dem Nichts kommen.
Wieso nimmt die Autorin hochaktuelle und spannende Themen wie Trad-Wifes, Fake-Fluencer*innen und religiösen Fanatismus und macht dann so ein konstruiertes und psychologisch plattes Buch daraus? Natalie zeigt kein Entwicklungspotential, ihre Beweggründe werden nicht deutlich und die restlichen Personen im Buch sind bloße Abziehbilder, an denen sie sich abarbeiten kann.
Ja, das soll Satire sein. Doch selbst der Humor ist an so vielen Stellen einfach einen Hauch drüber und wiederholt sich... Also mir persönlich war das definitiv zu parodiehaft und oberflächlich. Not my cup of tea.
Doch worum geht's? Wir folgen (haha) Natalie in ihrer Friede-Freude-Eierkuchen-heilen Trad-Wife-Insta-Welt, in der alles so perfekt inszeniert ist, dass sie eine ganze Fußballmannschaft an Mitarbeitenden benötigt, um den schönen Schein zu erzeugen. Als sie sich (in einer zweiten Zeitebene) plötzlich im Jahr 1805 wiederfindet, ist sie gezwungen genau das Leben zu führen, das sie online so aufwendig vortäuscht...
Ehrlich gesagt wollte ich schon nach der ersten Stunde im Hörbuch abbrechen - Natalie ist einfach ein absolutes Biest und ihre wüsten Beschimpfungen gegen alles und jeden gingen mir von Sekunde eins an auf die Nerven. Natürlich kann man nun sagen: Das ist ja genau das Konzept einer unsympathischen Erzählerin. Ich bin durchaus Fan dieses Konzepts, wenn dieses dann auch inhaltlich untermauert wird. Wird es hier jedoch nicht. Natalie hasst - ihr Leben, ihren Hof, ihre Tiere, ihren Mann, ihre Kinder, random Bekannte von früher im Supermarkt... Überall und immer und das ohne Begründung oder Erklärung. Über weite Strecken des Buches passiert nicht viel mehr als dass sie alles hasst. Das war mir zu dünn, um mich durch das Buch zu tragen. Es war durchaus interessant zu lesen, wie sie zur Trad-Wife wurde, das hat mich ehrlich gesagt am meisten bei der Stange gehalten. Doch gerade der historische Teil ist voller Längen, in denen die Story nicht so Recht vom Fleck kommt. Monolog an Monolog, es drehte sich im Kreis.
Und dann plötzlich, auf den letzten 80 Seiten, gibt der Roman Gas und die Ereignisse überschlagen sich. Doch auch hier hinken für mich die Logik und Glaubwürdigkeit der Geschichte den rasanten Plot-Twists hinterher. Existenzielle Erklärungen, die schnell abgefrühstückt werden und Sinneswandel, die quasi aus dem Nichts kommen.
Wieso nimmt die Autorin hochaktuelle und spannende Themen wie Trad-Wifes, Fake-Fluencer*innen und religiösen Fanatismus und macht dann so ein konstruiertes und psychologisch plattes Buch daraus? Natalie zeigt kein Entwicklungspotential, ihre Beweggründe werden nicht deutlich und die restlichen Personen im Buch sind bloße Abziehbilder, an denen sie sich abarbeiten kann.
Ja, das soll Satire sein. Doch selbst der Humor ist an so vielen Stellen einfach einen Hauch drüber und wiederholt sich... Also mir persönlich war das definitiv zu parodiehaft und oberflächlich. Not my cup of tea.