Schein und Sein
Nachdem das Buch ja einen regelrechten Hype ausgelöst hat und sich außerdem der momentan recht aktuellen Thematik der sogenannten Tradwives zuwendet, war mein Interesse geweckt. Und über weite Strecken konnte mich der Roman wirklich fesseln.
Ich finde die Idee sehr spannend, eine Influencerin zu beschreiben, die nach außen ein naturnahes Landleben mit selbstgemachtem Sauerteig und Homeschooling vorlebt, aber dabei ihrer Community die Realität verschweigt - dass sie nämlich durchaus moderne Technik im Haushalt hat, ebenso Angestellte, die ihr die harte Arbeit abnehmen und sich um ihre fünf Kinder kümmern. In ihrer Herablassung und Arroganz ist Natalie wenig sympathisch, trotzdem musste ich manchmal über einige ihrer sarkastischen Bemerkungen schmunzeln. Auch ihr Ehemann Caleb ist in seiner Inkompetenz kein Sympathieträger. Zunehmend fühlt sich Natalie überfordert von der Diskrepanz zwischen ihrem ungeliebten Alltag und der glänzenden Fassade, die sie für ihre Community in ihrer Scheinwelt aufrechterhalten muss.
Plötzlich findet sie sich im 19. Jahrhundert wieder und muss das harte, entbehrungsreiche Leben führen, dass sie selbst lange gepredigt hat. Die Beschreibung dieses Lebens liest sich teilweise recht naturalistisch, aber durchaus interessant. Ich war gespannt wie sich das Phänomen der Zeitreise auflöst und hatte mehrere Theorien. Die Auflösung fand ich zu konstruiert und verwirrend, um wirklich zu überzeugen. Schade! Tolle Grundidee, viel Potenzial, ein paar Logiklöcher, am Ende enttäuschend. Fazit: 3,5 Sterne
Ich finde die Idee sehr spannend, eine Influencerin zu beschreiben, die nach außen ein naturnahes Landleben mit selbstgemachtem Sauerteig und Homeschooling vorlebt, aber dabei ihrer Community die Realität verschweigt - dass sie nämlich durchaus moderne Technik im Haushalt hat, ebenso Angestellte, die ihr die harte Arbeit abnehmen und sich um ihre fünf Kinder kümmern. In ihrer Herablassung und Arroganz ist Natalie wenig sympathisch, trotzdem musste ich manchmal über einige ihrer sarkastischen Bemerkungen schmunzeln. Auch ihr Ehemann Caleb ist in seiner Inkompetenz kein Sympathieträger. Zunehmend fühlt sich Natalie überfordert von der Diskrepanz zwischen ihrem ungeliebten Alltag und der glänzenden Fassade, die sie für ihre Community in ihrer Scheinwelt aufrechterhalten muss.
Plötzlich findet sie sich im 19. Jahrhundert wieder und muss das harte, entbehrungsreiche Leben führen, dass sie selbst lange gepredigt hat. Die Beschreibung dieses Lebens liest sich teilweise recht naturalistisch, aber durchaus interessant. Ich war gespannt wie sich das Phänomen der Zeitreise auflöst und hatte mehrere Theorien. Die Auflösung fand ich zu konstruiert und verwirrend, um wirklich zu überzeugen. Schade! Tolle Grundidee, viel Potenzial, ein paar Logiklöcher, am Ende enttäuschend. Fazit: 3,5 Sterne