Überraschend grandioses Buch!
Der Roman "Yesteryear" hatte mich schon mit den ersten Seiten am Haken. Die Protagonistin Natalie erzählt aus ihrer Sicht von ihrem Alltag - ihrem vorbildlichen Christinnen-Leben, ihrer Rolle als Mutter von fünf (bald sechs) Kindern, und vor allem von ihrer Arbeit als Tradwife-Influencerin (wobei sie sich selbst niemals so bezeichnen würde). Aber schon auf den ersten Seiten zeigt sich, dass diese Welt nicht so überbordend perfekt sein kann, da Natalie immer wieder in Wut, Überheblichkeit und Hass gegenüber allen möglichen Menschen verfällt, weil ob es um zufällige Begegnungen im Supermarkt geht oder um ihren Nahbereich. Der spannungsgeladene Twist des Buches taucht auf, als Natalie plötzlich das Leben führen muss, das sie vermeintlich auf Instagram propagiert, ein Leben am Anfang des 19. Jahrhunderts. Parallel begleiten wir die Protagonistin in Rückblicken bei Ihrem Werdegang ab der Jugend. Das Buch hat mich noch lange beschäftigt und letztlich bin ich mir unsicher, wer Schuld trägt an dem Unglück der Familie - Religion, verwaltete Rollenbilder, eine dürftige Kommunikation zwischen den Beteiligten.
Für mich jedenfalls eine der überraschendsten Entdeckungen der letzten Jahre, dieses Buch!
Für mich jedenfalls eine der überraschendsten Entdeckungen der letzten Jahre, dieses Buch!