Unausgeschöpftes Potenzial
Um "Yesteryear" von Caro Claire Burke führt derzeit kaum ein Weg vorbei. Selbst Anne Hathaway hat sich bereits die Filmrechte gesichert, noch bevor das Buch offiziell erschienen ist.
Das Buch spielt in Idaho auf der abgelegenen "Yesteryear" Farm auf der die Protagonistin Natalie Heller-Mills mit ihrem Mann und ihren vielen Kindern lebt. Mittlerweile ist sie als Influencerin bekannt und vermarktet ihr traditionelles, fundamentalistisch-christliches und einfaches Leben und verkauft obendrein noch eigene Produkte, wie Schneidebretter, die ihrer Zuschauerschaft eine Möglichkeit geben wenigstens ein bisschen etwas von Natalies perfektem Leben in ihr eigenes integrieren zu können.
Doch der Schein trügt, denn Natalie inszeniert ihr Leben für Social Media gekonnt. Neben mexikanischen Arbeitern auf dem Feld und Nannies, die sich um ihre Kinder kümmern, verheimlicht sie auch, dass sie beispielsweise eine Geschirrspül- und Waschmaschine benutzt.
Nach außen hin preist Natalie das Tradwife Leben an und ist höchst überzeugt davon. Doch als sie eines Tages aufwacht, gleicht ihr Leben dem einer Frau der 1850er Jahre...
Mir hat die Thematik des Buches sofort zugesagt. Die Kontroversen um Tradwives stehen schon länger im Raum und vor allen Dingen sind in den letzten Jahren viele Bücher zum Thema christlicher Fundamentalismus erschienen. Als Leser*in bemerkt man auch schnell, dass die Protagonistin viele Parallelen zur bekannten Influencerin "Ballerina Farm" aufweist.
Die Geschichte startete für mich stark. Die ersten Kapitel ließen sich gut weglesen. Doch mit der Zeit gab es Passagen, die sich in die Länge zogen. Als Leser*in konnte man einen guten Einblick in die Protagonistin bekommen, doch andere Personen erschienen mir zu flach. Die Passagen, die in der Vergangenheit spielten, fühlten sich für mich manchmal nicht ganz stimmig an, was sich mit dem Ende des Buches aber erklären lässt. Eben genanntes hat mir leider nicht zugesagt. Ich hatte etwas ganz anderes erwartet.
Zusammenfassend ist "Yesteryear" für mich ein gutes Buch, das aber sein ganzes Potenzial nicht ausgeschöpft hat. Ich bin schon sehr auf den Film gespannt und hoffe, dass er besser wird als das Buch.
Das Buch spielt in Idaho auf der abgelegenen "Yesteryear" Farm auf der die Protagonistin Natalie Heller-Mills mit ihrem Mann und ihren vielen Kindern lebt. Mittlerweile ist sie als Influencerin bekannt und vermarktet ihr traditionelles, fundamentalistisch-christliches und einfaches Leben und verkauft obendrein noch eigene Produkte, wie Schneidebretter, die ihrer Zuschauerschaft eine Möglichkeit geben wenigstens ein bisschen etwas von Natalies perfektem Leben in ihr eigenes integrieren zu können.
Doch der Schein trügt, denn Natalie inszeniert ihr Leben für Social Media gekonnt. Neben mexikanischen Arbeitern auf dem Feld und Nannies, die sich um ihre Kinder kümmern, verheimlicht sie auch, dass sie beispielsweise eine Geschirrspül- und Waschmaschine benutzt.
Nach außen hin preist Natalie das Tradwife Leben an und ist höchst überzeugt davon. Doch als sie eines Tages aufwacht, gleicht ihr Leben dem einer Frau der 1850er Jahre...
Mir hat die Thematik des Buches sofort zugesagt. Die Kontroversen um Tradwives stehen schon länger im Raum und vor allen Dingen sind in den letzten Jahren viele Bücher zum Thema christlicher Fundamentalismus erschienen. Als Leser*in bemerkt man auch schnell, dass die Protagonistin viele Parallelen zur bekannten Influencerin "Ballerina Farm" aufweist.
Die Geschichte startete für mich stark. Die ersten Kapitel ließen sich gut weglesen. Doch mit der Zeit gab es Passagen, die sich in die Länge zogen. Als Leser*in konnte man einen guten Einblick in die Protagonistin bekommen, doch andere Personen erschienen mir zu flach. Die Passagen, die in der Vergangenheit spielten, fühlten sich für mich manchmal nicht ganz stimmig an, was sich mit dem Ende des Buches aber erklären lässt. Eben genanntes hat mir leider nicht zugesagt. Ich hatte etwas ganz anderes erwartet.
Zusammenfassend ist "Yesteryear" für mich ein gutes Buch, das aber sein ganzes Potenzial nicht ausgeschöpft hat. Ich bin schon sehr auf den Film gespannt und hoffe, dass er besser wird als das Buch.