Ungewöhnlich aufrüttelnd

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Ungewöhnlich aufrüttelnd

„Yesteryear“ ist eins meiner Jahreshighlights – schon allein, weil es so anders ist: Es liest sich unglaublich gut und hat es immer wieder geschafft, mich zu überraschen, zu schockieren und zu amüsieren.

Die Geschichte ist so originell und zugleich (leider) sehr realitätsnah. Ich fand die Mischung aus Rollenbildern, gesellschaftlichen Vorstellungen und Selbstwahrnehmung extrem gelungen, sodass es nie langweilig wurde. Im Gegenteil: Jedes Kapitel hatte meiner Meinung nach seinen ganz eigenen Charme und Schock- oder Lachmoment. Und mit jeder Seite versteht man ein bisschen besser, warum alles so gekommen ist, wie es nun mal kam.

Und wie sehr mich Natalie fasziniert hat! Wie kann man nur so unsympathisch sein und bei mir trotzdem Mitleid erregen?! Generell fand ich die Darstellung der Charaktere sehr gelungen, sodass ich mir jeden Einzelnen direkt im echten Leben vorstellen konnte.

Das ist meiner Meinung nach ein Buch, das man nicht einfach nur zur Unterhaltung liest. Es regt zum Nachdenken an und macht vielleicht auch ein bisschen wütend. Ich könnte noch so viel mehr dazu schreiben, aber das würde eventuell in Spoilern enden.

Lies das Buch einfach, wenn du die Social-Media-Welt, die Rolle der Frau und die Skandalgier Amerikas einmal mit sarkastischen und erschreckend realistischen Augen betrachten möchtest.