Ungewöhnlich merkwürdig, aber auch aktuell
Für "Yesteryear" die Rezension zu schreiben, fällt mir recht schwer. Zum Einen bin ich sehr berührt und beeindruckt von der Idee, die ich dahinter spüre. Zum anderen hat mich beim Lesen zum Teil eine Gänsehaut befallen. Denn ich finde es schon ziemlich ausgefallen, was dort geschildert wird. Die Handlung hat mich am Ende sehr überrascht, stellenweise fand ich sie sogar ziemlich unheimlich. Das Thema "Family Influencing" wird meines Erachtens auf sehr nahbare Weise behandelt, so dass mir trotz meines Altersunterschiedes zur Hauptdarstellerin (jedenfalls auf der "guten Seite") eine Identifizierung mit ihr nicht schwer fällt. Am Ende war ich fast froh, dass das Gruseln und das unheimliche Gefühl bei der Lektüre vorbei war. Die Geschichte hat mich insgesamt sehr nachdenklich gestimmt, weil es heutzutage doch viel zu viele Menschen gibt, die so viel posten und zur Schau stellen. Da könnte dieses Buch Potential haben, etwas zu bewirken, so dass wenigstens die Angehörigen da sozusagen rausgehalten werden. Sprachlich gefällt mir das Buch ebenfalls und kommt sehr eindringlich "rüber".