Schöne Idee, deren Umsetzung mich kaum angesprochen hat

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insel Avatar

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Jules und Adam sind seit 35 Jahren verheiratet und als sie entdecken, dass sie über Musik ihrer Mixtapes zurück in die Vergangenheit reisen können, geben sie der Faszination nach, um noch einmal die Gefühle von damals zu erleben. Schnell zeigt sich jedoch, dass es in der Vergangenheit Dinge gibt, die sie anders machen möchten oder gerne anders hätten. Manchmal konnte ich verstehen, dass sie gerne etwas anders hätten, andere Male fand ich dies doch eher schräg bzw. so, als ob ich mir jetzt den Traumpartner zurechtbastele oder sie "Chancen" wahrnehmen. Ja, die große Frage, die jeder sich vielleicht oder wahrscheinlich schon mal gestellt hat, was wäre wenn ich damals......? Dadurch, dass Jules und Adam in der Vergangenheit nicht nur schauen sondern aktiv werden, ändert sich auch die Gegenwart und die Folgen haben sie oft nicht bedacht.
Ich fand die Grundidee des Romans insbesondere Zeitreisen über Musik richtig gut, aber die Umsetzung gefiel mir gar nicht, wobei ich mich auch mit keinem der Protagonisten wirklich "anfreunden" konnte. Am Ende, das gebe ich zu, war ich froh, als ich das Buch zur Seite legen konnte. Zudem war mir das Ende in Bezug auf Jules und Adam ziemlich vorhersehbar und ich kam beim Lesen nie in einen wirklichen Lesefluss. Also schöne Idee und Cover, aber nicht mehr - zumindest für mich.
Zwei Sterne