Was wäre, wenn?

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mimi81 Avatar

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Wie wäre das Leben verlaufen, wenn man sich in gewissen Situationen anders verhalten hätte? Diese Frage haben sich bestimmt schon viele gestellt. Das Autorenduo nimmt den Leser auf Zeitreisen mit, in denen die Protagonisten durch kleine Veränderungen ihrem Leben eine neue Richtung geben können. Jules und Adam sind seit 35 Jahren verheiratet. Aber wie in vielen Beziehungen hat auch bei Jules und Adam, neben Kindern, der Alltag Einzug gehalten. Geldsorgen und verpasste Lebensträume sind hierbei ein Thema. Dann entdeckt Adam, dass er mit Hilfe seines alten Sonys und Kassetten-Mix-Tapes in die Vergangenheit reisen kann und dort so lange „gefangen“ ist, wie lange das Mix-Tape läuft. Kleine Veränderungen führen automatisch zum erhofften Glück, so die Annahme von beiden.
Tiefgründig beleuchtet das Autorenduo die Suche nach dem Glück und die Frage was wäre wenn. Emotional und ergreifend werden die einzelnen Charaktere und ihre Zerrissenheit dargestellt. Für mich als Leser werden zu viele Zeitreisen unternommen, so dass ich irgendwann den Überblick über Veränderungen zwischen dem Jetzt und der Zeitreise verloren habe. Zeitweise habe ich über einen Buchabbruch nachgefacht.
Die Idee der Zeitreise finde ich an sich gut. Die Konzentration auf eine Handvoll hätte der Geschichte keinen Abbruch getan. Die Entwicklung und das Erkennen des Problems von Jules und Adam hat mir jedoch gefallen. Die tiefgründige und ehrliche Antwort der Frage des Glücklichseins hat mich überzeugt. Jedoch kann ich aufgrund der viel zu abstrakten Handlung, trotz einiger Pluspunkte, nur 3 Sterne vergeben.