Zeitreisen Chick-Lit mit einem neuen Kniff

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karschtl Avatar

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Es gibt ja so einige Bücher (und auch Filme) in denen Zeitreisen vorkommen. Dann steckt man plötzlich in seinem jüngeren (oder manchmal auch älteren) Ich und agiert an dessen Stelle. Noch nie habe ich jedoch gelesen, dass jemand in dieser Situation nur als "Beifahrer" zusätzlich zur eigentlichen Person in diesem Körper steckt und einiges an Energie aufbringen muss, um die Kontrolle über Gedanken, Worte und Taten zu erlangen. Diese Darstellung einer Zeitreise fand ich grundsätzlich schon mal spannend, weil es auch eine völlig neue Sicht auf das Thema ermöglicht hat. Ebenso die Idee der Multiversen, die ich derart nur aus einem Spider-Man Film kannte, aber noch nie in einem Roman begegnet bin.

Alt bekannt ist hingegen die Tatsache, dass man bei solchen Zeitreisen nichts, aber auch wirklich gar nichts ändern darf, dass in irgendeiner Weise die Zukunft beeinflussen könnte. Gar nichts. Und ebenso bekannt ist es, dass selbstverständlich trotzdem immer irgendwas passiert. Das fängt harmlos an mit so etwas kleinem, unbedeutsamen wie Bart vs. kein Bart. Und endet dann... Das kann ich hier natürlich nicht verraten.

Leider kann ich auch nicht wirklich viel darüber sagen, welche "Moral" dieser Roman für mich am Ende hat, ohne viel zu spoilern. Außer vielleicht, dass er mir wirklich was zu Denken mitgegeben hat für meine eigene Lebenssituation, die in Punkto Familiengefüge, Länge der Beziehung, Alltagstrott, Verlust der Eltern etc. nicht so weit entfernt ist von Adam & Jules.

Was ich aber verraten kann ist, dass mir das Buch wirklich sehr viel Spaß gemacht hat. Ganz in der Tradition des britischen Chick-Lit-Genres, das dieses Autorenduo vor 25 Jahren mit groß gemacht hat. Aber mit neuen Ideen, die ich nicht so schon mehrfach woanders gelesen habe!