Packend!
Der Einstieg in Zeit der Monster von Şeyda Kurt wirft uns direkt in eine flirrende, apokalyptische Atmosphäre mitten in ein wildes, kaputtes Stadtviertel. Mir gefällt dieser Beginn unglaublich gut: Die quälende Sommerhitze und die düstere Endzeitstimmung, die durch das Netz geistert, sind sofort greifbar.
Die Sprache ist dabei das absolute Highlight der Leseprobe. Şeyda Kurt schreibt unkonventionell, bildgewaltig und extrem dynamisch. Ihr Stil bewegt sich mühelos zwischen poetischen, fast opernhaften Beobachtungen und einer rotzigen, harten Alltagssprache. Sätze wie jene über die prallen Gemüsebeete, die wie ein wildgewordener Teppich zittern, oder die "Monetenkröte" von Vermieterin erzeugen sofort lebendige Bilder. Auch der fließende Wechsel der Perspektiven, von der erschöpften Sanya über den fiebernden Pfarrer Angelo bis hin zur stolzen Studiobesitzerin Mira, ist erzählerisch stark gelöst. Jede Figur bringt ihren eigenen, faszinierenden Rhythmus mit.
Nach dem Lesen dieser wenigen Seiten ist mein Interesse, wie es weitergeht, definitiv geweckt. Kurt versteht es meisterhaft, subtile Geheimnisse zu streuen. Was hat es mit der prophetischen Apokalypse auf sich? Wer oder was ist die seltsame Gestalt, die Sanya im Garten findet und die wie ein „Loch in der Welt“ wirkt? Und was ist das für ein geheimnisvoller Plan, an dem Mira und ihre Kinder basteln? Ich möchte unbedingt wissen, wie diese schillernde Wahlfamilie im Zerfall der alten Ordnung zusammenhält.
Das schlichte, aber kraftvolle Cover passt mit seiner modernen, plakativen Typografie perfekt zum bunten Pop-Charakter und der dringlichen Energie des Romans. Ein absolut vielversprechendes Debüt, das Lust auf mehr macht!
Die Sprache ist dabei das absolute Highlight der Leseprobe. Şeyda Kurt schreibt unkonventionell, bildgewaltig und extrem dynamisch. Ihr Stil bewegt sich mühelos zwischen poetischen, fast opernhaften Beobachtungen und einer rotzigen, harten Alltagssprache. Sätze wie jene über die prallen Gemüsebeete, die wie ein wildgewordener Teppich zittern, oder die "Monetenkröte" von Vermieterin erzeugen sofort lebendige Bilder. Auch der fließende Wechsel der Perspektiven, von der erschöpften Sanya über den fiebernden Pfarrer Angelo bis hin zur stolzen Studiobesitzerin Mira, ist erzählerisch stark gelöst. Jede Figur bringt ihren eigenen, faszinierenden Rhythmus mit.
Nach dem Lesen dieser wenigen Seiten ist mein Interesse, wie es weitergeht, definitiv geweckt. Kurt versteht es meisterhaft, subtile Geheimnisse zu streuen. Was hat es mit der prophetischen Apokalypse auf sich? Wer oder was ist die seltsame Gestalt, die Sanya im Garten findet und die wie ein „Loch in der Welt“ wirkt? Und was ist das für ein geheimnisvoller Plan, an dem Mira und ihre Kinder basteln? Ich möchte unbedingt wissen, wie diese schillernde Wahlfamilie im Zerfall der alten Ordnung zusammenhält.
Das schlichte, aber kraftvolle Cover passt mit seiner modernen, plakativen Typografie perfekt zum bunten Pop-Charakter und der dringlichen Energie des Romans. Ein absolut vielversprechendes Debüt, das Lust auf mehr macht!