Apokalypse now - Chance im Chaos?
Ich habe die Sachbücher von Şeyda Kurt noch auf meiner Leseliste, mit ihrem Debütroman konnte ich aber nicht warten. Dieser hat mich zwiegespalten zurückgelassen.
Der Ort: Wir beginnen in einem Stadtviertel, das stellvertretend für viele heruntergekommene, abgehängte Stadtviertel stehen kann.
Die Zeit: Eine apokalyptische Stimmung, die nach Kriegen, Natur- und Umweltkatastrophen liegt. Popkulturelle Referenzen wie die No Angels oder Diego Maradona schließen auf eine Zeit in kurzer Zukunft.
Der Plot: Im Viertel breitet sich eine Prophezeiung vom Ende der Welt aus. Die Figuren reagieren darauf in unterschiedlicher Weise.
Şeyda Kurt erzählt von verschiedenen Charakteren, einer ganz eigenen Dynamik im Viertel, wie es sein könnte, wenn wir ein wenig in die Zukunft schauen. Die Soli-Ambulanz, der Nachbarschaftsrat, der nie endende Streik sind Anzeichen linker Revolutionen. Die Kanzlerin und das Desinteresse am Stadtviertel Ergebnisse rechter Tendenzen. Sie erzählt auch, nebenbei und ohne Besonderheit, von queeren Familien, alleinerziehenden Vätern und wie selbstverständlich diese in einer solchen Zukunft werden können.
Sie erzählt von der Geschichte der Assyrer*innen, der Aramäer*innen, arabischer Mythologie und welche Chance in Chaos und strukturellen Umbrüchen liegt. Das hat mir gut gefallen.
Der beschriebene Stadtteil befindet sich gerade in so einer Chaosphase. Dieser Alternativentwurf zu unserem jetzt ist eindrücklich beschrieben. Leider hat mir der Plot nicht so zugesagt. Was mit den einzelnen Personen passiert und der Titel wirkten für mich nicht stringent und nachvollziehbar und hat mich leider teilweise den Lesefluss gekostet.
Der Ort: Wir beginnen in einem Stadtviertel, das stellvertretend für viele heruntergekommene, abgehängte Stadtviertel stehen kann.
Die Zeit: Eine apokalyptische Stimmung, die nach Kriegen, Natur- und Umweltkatastrophen liegt. Popkulturelle Referenzen wie die No Angels oder Diego Maradona schließen auf eine Zeit in kurzer Zukunft.
Der Plot: Im Viertel breitet sich eine Prophezeiung vom Ende der Welt aus. Die Figuren reagieren darauf in unterschiedlicher Weise.
Şeyda Kurt erzählt von verschiedenen Charakteren, einer ganz eigenen Dynamik im Viertel, wie es sein könnte, wenn wir ein wenig in die Zukunft schauen. Die Soli-Ambulanz, der Nachbarschaftsrat, der nie endende Streik sind Anzeichen linker Revolutionen. Die Kanzlerin und das Desinteresse am Stadtviertel Ergebnisse rechter Tendenzen. Sie erzählt auch, nebenbei und ohne Besonderheit, von queeren Familien, alleinerziehenden Vätern und wie selbstverständlich diese in einer solchen Zukunft werden können.
Sie erzählt von der Geschichte der Assyrer*innen, der Aramäer*innen, arabischer Mythologie und welche Chance in Chaos und strukturellen Umbrüchen liegt. Das hat mir gut gefallen.
Der beschriebene Stadtteil befindet sich gerade in so einer Chaosphase. Dieser Alternativentwurf zu unserem jetzt ist eindrücklich beschrieben. Leider hat mir der Plot nicht so zugesagt. Was mit den einzelnen Personen passiert und der Titel wirkten für mich nicht stringent und nachvollziehbar und hat mich leider teilweise den Lesefluss gekostet.