Der Sumpf des Viertels
Seyda Kurts Debütroman „Zeit der Monster“ ist eine Dystopie über eine grausame, gewaltbereite Gesellschaft, die durch Armut und Existenzängste geprägt wird.
Der Roman ist düster, aber die Hauptfiguren, Mitglieder einer Wahlfamilie, sind interessant und empathisch. Mira ist das Familienoberhaupt, eine Kämpferin, die ein Fitnessstudio leitet und damit das Einkommen der gesamten Familie sichert. Nabu ist ihre geliebte Tochter, Archäologin, Rebellin, die bereit ist, für das Gute und die Veränderung zu kämpfen. Und dann gibt es noch Sanya, durch deren Augen wir die Geschichte erleben, sie ist die Heldin, die auf der Suche nach der verschwundenen Nabu ist, Sanya, die sanfter, gelassener und weniger extrem als die beiden anderen ist.
Diese drei unterschiedlichen, starken Frauenfiguren beherrschen das Geschehen. Diverse weitere Figuren treten auf, ein versoffener Bürgermeister, eine Kneipenbesitzerin, ein Pfarrer, dessen Kirche für Obdachlose und Flüchtlinge umfunktioniert ist, ein liebevoller Vater und Sohn Miras, sein kleiner Sohn, der mögliche Heilsbringer, eine wunderschöne Ärztin, die Kranken und Armen hilft, und dann noch das Phantom, der Mensch ohne Herkunft und ohne Namen, der wie ein Schatten Sanya begleitet.
Zuerst wirkt der Roman sehr spannend, es passiert viel, Menschen verschwinden, ein Feuer wird gelegt, ein Würdenträger wird zusammen geschlagen, aber dann wird es immer wirrer und man verliert schnell den Faden im Dickicht des Viertels, das an Problemviertel diverser Großstädte erinnert. Das Miteinander der Menschen wird geprägt durch Egoismus, Gewalt und Angst, aber immer wieder gibt es auch die positiven Gestalten, die sich aufopfern, die den Menschen helfen wollen. Eine mysteriöse Offenbarung bringt die Einwohner zusätzlich in Unruhe und man befürchtet die Apokalypse, ein Zerstörungsszenario steht bevors.
Die Autorin fängt diese beklemmende Atmosphäre gekonnt ein, Hoffnungsschimmer gibt es kaum, stattdessen begegnen uns die Menschen als Monster. Ein düsterer, etwas wirrer Roman, der dem Leser einiges abverlangt, eine Mischung aus Horror, Dystopie, Abenteuer, Gesellschaftsroman. Die sieben Tage der Prophezeiung verstreichen immer langsamer bis zum Schluss der Tag der Apokalypse naht und sich der Leser auf das Ende freuen darf: die Zeit der Monster.
Der Roman ist düster, aber die Hauptfiguren, Mitglieder einer Wahlfamilie, sind interessant und empathisch. Mira ist das Familienoberhaupt, eine Kämpferin, die ein Fitnessstudio leitet und damit das Einkommen der gesamten Familie sichert. Nabu ist ihre geliebte Tochter, Archäologin, Rebellin, die bereit ist, für das Gute und die Veränderung zu kämpfen. Und dann gibt es noch Sanya, durch deren Augen wir die Geschichte erleben, sie ist die Heldin, die auf der Suche nach der verschwundenen Nabu ist, Sanya, die sanfter, gelassener und weniger extrem als die beiden anderen ist.
Diese drei unterschiedlichen, starken Frauenfiguren beherrschen das Geschehen. Diverse weitere Figuren treten auf, ein versoffener Bürgermeister, eine Kneipenbesitzerin, ein Pfarrer, dessen Kirche für Obdachlose und Flüchtlinge umfunktioniert ist, ein liebevoller Vater und Sohn Miras, sein kleiner Sohn, der mögliche Heilsbringer, eine wunderschöne Ärztin, die Kranken und Armen hilft, und dann noch das Phantom, der Mensch ohne Herkunft und ohne Namen, der wie ein Schatten Sanya begleitet.
Zuerst wirkt der Roman sehr spannend, es passiert viel, Menschen verschwinden, ein Feuer wird gelegt, ein Würdenträger wird zusammen geschlagen, aber dann wird es immer wirrer und man verliert schnell den Faden im Dickicht des Viertels, das an Problemviertel diverser Großstädte erinnert. Das Miteinander der Menschen wird geprägt durch Egoismus, Gewalt und Angst, aber immer wieder gibt es auch die positiven Gestalten, die sich aufopfern, die den Menschen helfen wollen. Eine mysteriöse Offenbarung bringt die Einwohner zusätzlich in Unruhe und man befürchtet die Apokalypse, ein Zerstörungsszenario steht bevors.
Die Autorin fängt diese beklemmende Atmosphäre gekonnt ein, Hoffnungsschimmer gibt es kaum, stattdessen begegnen uns die Menschen als Monster. Ein düsterer, etwas wirrer Roman, der dem Leser einiges abverlangt, eine Mischung aus Horror, Dystopie, Abenteuer, Gesellschaftsroman. Die sieben Tage der Prophezeiung verstreichen immer langsamer bis zum Schluss der Tag der Apokalypse naht und sich der Leser auf das Ende freuen darf: die Zeit der Monster.