Eine Welt am Rand des Chaos

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julirudi Avatar

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Im Roman „Zeit der Monster“ von Şeyda Kurt machen Gerüchte über ein bevorstehendes Ende der Welt die Runde. Was zunächst in Sanyas Viertel beginnt, findet schließlich sogar seinen Weg in die Nachrichten. Mit der Zeit breiten sich Angst und Unsicherheit aus, und das drohende Chaos wird immer spürbarer.

Die Geschichte erzählt nicht von Figuren, mit denen man sich sofort identifizieren kann. Stattdessen begegnet man Menschen, die auf unterschiedliche Weise mit der Krise umgehen: Helden, Rastlose und Hilfesuchende. Gerade diese Vielfalt macht den Roman besonders interessant.

Şeyda Kurt gelingt es, die Leser mit ihrer Perspektive auf das Geschehen zu fesseln. Ihr bildhafter und zugleich flüssiger Schreibstil sorgt dafür, dass man tief in die Atmosphäre der Geschichte eintauchen kann. Durch die verschiedenen Handlungsorte und die Vielzahl an Figuren entsteht ein facettenreiches Gesamtbild, das für Abwechslung sorgt und die unterschiedlichen Blickwinkel der Charaktere eindrucksvoll vermittelt.

„Zeit der Monster“ ist ein lesenswerter Roman, der nicht nur während des Lesens spannend bleibt, sondern auch danach noch zum Nachdenken über Gesellschaft, Zusammenhalt und menschliches Handeln anregt.