Eine Welt am Rande des Abgrunds
“Manche wissen, dass kein Sieg von Dauer ist und es kein Ende der Geschichte gibt.” (S.88)
Wasserknappheit, Krankheiten und fehlende Ressourcen - wir betrachten als Leser ein kleines Viertel, das jeden Tag kämpft. Es gibt nicht die eine Hauptperson, mit der mitgefiebert wird, sondern wir lernen viele verschiedene Menschen innerhalb dieses Viertels kennen, ihr Beziehungsgeflecht und einen Einblick in ihr Innenleben. Wir verfolgen die Verzweiflung der Menschen, die immer fester werdenden Ideen, aus Not und Angst geboren und die Bereitschaft, wie Menschlichkeit geopfert wird, damit fast alle auf die eine oder andere Weise zu Monstern werden. Vieles bleibt unklar, nur angedeutet über eine am Rande vorkommende Person und auch am Ende ist kein Abschluss hier, nur offene Fragen mit vagen Vermutungen. Der Schreibstil ist durchaus anspruchsvoll, vieles wird kunstvoll umschrieben und teilweise ausschweifend mit vielen Details geschmückt. Viele Andeutungen im Text werden nur durch aufmerksames Lesen verständlich und ergeben den roten Faden, der sich durch die sieben beschriebenen Tage führt. Für Menschen, die sich eine klare Struktur und einen eindeutigen roten Faden wünschen, ist dieses Buch der falsche Roman. Wer allerdings einen vielschichtigen, atmosphärischen Roman schätzt, in dem höchst relevanten Themen wie Freiheit und Abhängigkeit sowie Selbstwirksamkeit auf ungewöhnliche Weise thematisiert werden, für den ist dieses Buch hier eine klare Leseempfehlung.
Wasserknappheit, Krankheiten und fehlende Ressourcen - wir betrachten als Leser ein kleines Viertel, das jeden Tag kämpft. Es gibt nicht die eine Hauptperson, mit der mitgefiebert wird, sondern wir lernen viele verschiedene Menschen innerhalb dieses Viertels kennen, ihr Beziehungsgeflecht und einen Einblick in ihr Innenleben. Wir verfolgen die Verzweiflung der Menschen, die immer fester werdenden Ideen, aus Not und Angst geboren und die Bereitschaft, wie Menschlichkeit geopfert wird, damit fast alle auf die eine oder andere Weise zu Monstern werden. Vieles bleibt unklar, nur angedeutet über eine am Rande vorkommende Person und auch am Ende ist kein Abschluss hier, nur offene Fragen mit vagen Vermutungen. Der Schreibstil ist durchaus anspruchsvoll, vieles wird kunstvoll umschrieben und teilweise ausschweifend mit vielen Details geschmückt. Viele Andeutungen im Text werden nur durch aufmerksames Lesen verständlich und ergeben den roten Faden, der sich durch die sieben beschriebenen Tage führt. Für Menschen, die sich eine klare Struktur und einen eindeutigen roten Faden wünschen, ist dieses Buch der falsche Roman. Wer allerdings einen vielschichtigen, atmosphärischen Roman schätzt, in dem höchst relevanten Themen wie Freiheit und Abhängigkeit sowie Selbstwirksamkeit auf ungewöhnliche Weise thematisiert werden, für den ist dieses Buch hier eine klare Leseempfehlung.