Im Herzen eines Viertels

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ryria Avatar

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Ich weiß gar nicht, wie man dieses Buch beschreiben soll. Irgendwie ist es mehr ein Gefühl statt eine Handlung, die sich einfach in Worte fassen lässt.
Im Zentrum steht hierbei das namenlose Viertel, das aber eigentlich einfach nur Köln-Kalk ist. Anlässlich der Buchpremiere habe ich das Viertel und die Kirche dort besucht und es ist wirklich eine besondere Atmosphäre.
Von außen gibt es viele Vorurteile, doch die Bewohner*innen verbindet eine ganz besondere Liebe zu ihrem Viertel, das total unperfekt und doch irgendwie sehr menschlich erscheint.
All das prägt die Atmosphäre des Buches, das für mich auch mehr von der Stimmung statt der Geschichte gelebt hat.

Die Sprache ist mit poetischen Passagen versetzt, die Perspektiven und Zeitebenen springen immer wieder hin und her, alles ist ein wenig verworren.
Dies ist kein Buch, das man nebenbei runterliest, sondern eins, in dem man ein wenig verloren geht.
Zwischendurch gibt es immer wieder Themen, die sich dazwischenmogeln, man kommt nie so ganz mit und ich habe vermutlich vieles nicht komplett verstanden.
Trotzdem ist es irgendwie wie ein Sog, wenn man sich auf dieses ungewöhnliche Abenteuer einlässt.
Die Charaktere fand ich dabei besonders interessant, vor allem, weil es eher solche Menschen sind, die sonst niemals im Fokus einer Geschichte stehen würden, obwohl es doch so viele von ihnen gibt.