Konnte mich leider nicht überzeugen
Eine Prophezeiung hat die Menschen des Viertels aufgescheucht. So wie Mira es sich gewünscht hat und wofür sie zahlen muss, nicht nur weil das Verschwinden ihrer Tochter Nabu damit zusammenhängt. Eine kurze Zeit sieht es aus, als würde ihr Plan aufgehen, doch erst taucht eine Person auf, die Ziehtochter Sanya für sich vereinnahmt und plötzlich gerät alles aus den Fugen.
„Zeit der Monster“ von Seyda Kurt ist ein absonderlicher Roman und ich überlege noch, ob und auf welche Weise ich ihn mochte. Erst war ich begeistert. Sprachlich ist er großartig. Seyda Kurt spielt mit Sprache und Form, probiert aus und gerade anfangs holte mich das total ab. Aber irgendwann wurde es unübersichtlich, viele Figuren, viele Geschichten, die sich ineinander verwoben, und immer wieder Einschübe, die mit ‚Bestandsaufnahmen‘ der Tage überschrieben sind. Es wurde chaotisch und wahrscheinlich hat Seyda Kurt genau das gewollt, aber damit hat sie mich irgendwann verloren.
Grundlage sollte wohl eine Heldinnengeschichte mit epischen Konsequenzen sein, Schauplatz ein typisches Veedel inklusive seiner Geschichte, welches von der Politik alleingelassen wird. Das liest sich eigentlich ganz gut an. Seyda Kurt folgt dabei klassischen Motive, kreiert moderne Charaktere, hat nur leider nicht wirklich etwas neues zu sagen. Manchmal kommt sie zusätzlich ins politisch/geschichtliche Erklären, was natürlich wichtig ist und zur erzählenden Figur gepasst hat, mich aber tatsächlich zum Ende hinabschalten ließ.
Durch die angelegte Heldinneneposschablone war auch das Finale nur in den Details überraschend.
Sprachlich also bemerkenswert, nur leider war die Geschichte an sich nicht mein Fall. Ich kann mir aber vorstellen, dass der Roman vielen gefallen wird.
„Zeit der Monster“ von Seyda Kurt ist ein absonderlicher Roman und ich überlege noch, ob und auf welche Weise ich ihn mochte. Erst war ich begeistert. Sprachlich ist er großartig. Seyda Kurt spielt mit Sprache und Form, probiert aus und gerade anfangs holte mich das total ab. Aber irgendwann wurde es unübersichtlich, viele Figuren, viele Geschichten, die sich ineinander verwoben, und immer wieder Einschübe, die mit ‚Bestandsaufnahmen‘ der Tage überschrieben sind. Es wurde chaotisch und wahrscheinlich hat Seyda Kurt genau das gewollt, aber damit hat sie mich irgendwann verloren.
Grundlage sollte wohl eine Heldinnengeschichte mit epischen Konsequenzen sein, Schauplatz ein typisches Veedel inklusive seiner Geschichte, welches von der Politik alleingelassen wird. Das liest sich eigentlich ganz gut an. Seyda Kurt folgt dabei klassischen Motive, kreiert moderne Charaktere, hat nur leider nicht wirklich etwas neues zu sagen. Manchmal kommt sie zusätzlich ins politisch/geschichtliche Erklären, was natürlich wichtig ist und zur erzählenden Figur gepasst hat, mich aber tatsächlich zum Ende hinabschalten ließ.
Durch die angelegte Heldinneneposschablone war auch das Finale nur in den Details überraschend.
Sprachlich also bemerkenswert, nur leider war die Geschichte an sich nicht mein Fall. Ich kann mir aber vorstellen, dass der Roman vielen gefallen wird.