verwirrender Schreibstil

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kgranger Avatar

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"Zeit der Monster" hat mich leider etwas zwiegespalten zurückgelassen. Die Grundidee fand ich wirklich spannend: In einem Viertel, das von einer sich rasant verbreitenden Weltuntergangsprophezeiung erfasst wird, bewegt sich die junge Sanya mit ihrer Wahlfamilie durch eine Welt im Umbruch. Die Fragen nach Gemeinschaft, Zusammenhalt und möglichen neuen Lebensformen in Zeiten des Zerfalls haben mich grundsätzlich sehr angesprochen.

Leider bin ich nur schwer in den Roman hineingekommen. Vor allem der Schreibstil war für mich oft sehr sperrig und hat den Lesefluss eher gebremst als getragen. Es gibt durchaus starke und eindringliche Passagen, die gezeigt haben, welches Potenzial in der Geschichte steckt. Andere Abschnitte wirkten dagegen auf mich recht langatmig, sodass mich der Roman insgesamt nie wirklich packen konnte.

Besonders neugierig war ich auf die Verortung in Köln-Kalk. Als Kölnerin fand ich die Wahl des Schauplatzes grundsätzlich reizvoll und spannend. Allerdings konnte ich das Viertel nur teilweise wiedererkennen beziehungsweise nachempfinden. Die Atmosphäre war zwar vorhanden, wurde für meinen Geschmack aber nicht so greifbar vermittelt, wie ich es mir erhofft hatte.

Insgesamt ein Roman mit interessanten Ideen, wichtigen Themen und einigen gelungenen Momenten. Der besondere Stil und die Erzählweise haben jedoch nicht meinen Geschmack getroffen, weshalb mich das Buch emotional und erzählerisch leider nicht ganz erreichen konnte.