Wohlfühllektüre ohne großen Tiefgang

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chocoball Avatar

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In den Roman begleitet man eine namenlose Protagonistin, die mit 38 Jahren in einer Lebenskrise steckt: Ihr Mann verlässt sie nach vielen gemeinsamen Jahren, weil er mit seiner Affäre ein Kind erwartet. Noch immer von diesem Schicksalsschlag getroffen, trifft sie durch Zufall auf ein ungewöhnliches Senioren-Trio, das fortan eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielt. Durch diese Begegnung beginnt sie langsam, neuen Mut zu fassen, sich selbst wiederzufinden und den Blick nach vorne zu richten.

Das Buch ist eine leichte Lektüre für zwischendurch und lässt sich problemlos an einem Tag lesen. Es greift zentrale Themen wie Neuanfang, Lebenssinn und persönliche Entwicklung auf und vermittelt dabei einige Lebensweisheiten. Allerdings bleibt vieles eher an der Oberfläche. Die angesprochenen Themen werden zwar gestreift, entfalten aber kaum Tiefe oder Nachhall. Auch die Figuren erscheinen stellenweise etwas blass, besonders die Hauptprotagonistin, die nicht einmal einen Namen hat.

Positiv hervorzuheben ist das Cover, das im typischen Stil der Autorin gestaltet. Auch die Illustrationen im Buch sind liebevoll umgesetzt und unterstreichen die leichte, zugängliche Atmosphäre. Insgesamt passt das gut zum Gesamteindruck: nett und angenehm zu lesen, aber eben auch nicht mehr.