Aufmerksam lesen und den Zugwind spüren

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Dieses Buch hat mich sehr bewegt. Was weiß ich denn über die ukrainischen Flüchtlinge. In diesem Buch kann man dank der Ärztin Mira in ihr Herz schauen. Mir ist vor zwei Jahren mit Mann und Kind aus Odesa geflohen und arbeitet nun in einer Hausarztpraxis. Zu ihr kommen überwiegend ukrainische Patienten mit allerlei vorgetäuschten Krankheiten, um sich Hilfe in ihen Alltagsproblemen zu holen. Sie alle quält der Gedanke an die zurückgelassenen Familienmitglieder. Sie haben wenig Möglichkeiten, sich zu integrieren. Eine schwere Hürde ist die deutsche Sprache, die zu erlernen nicht einfach ist. Für Ausländer ist deutsch eine schwere Sprache, das wird in der Geschichte offenschtlich. Und immer bleibt die Sehnsucht, in die Heimat zurückzukehren. Auch Mira vermißt Odesa und fährt zurück, um ihre Oma zu besuchen. Sie findet ihr verlassenes Odesa ihrer Kindheit nicht mehr, stattdessen leben die Menschen dort in der ständigen Angst vor Luftangriffen durch russisches Militär.

Ein bewegender Roman. Ich versuche mich in die ukrainischen Flüchtlinge hineinzuversetzen. Es tut mir in der Seele weh, wenn ich die Bilder aus der schwer getroffenen Ukraine sehe. Wie dankbar müssen wir sein, daß wir in Frieden leben können. Ein Buch, daß hoffentlich viel Aufmerksamkeit bekommt und das ich gerne weiter empfehle .