ehrlicher Blick auf Flüchtlinge

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buckelfips Avatar

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Dieses Buch hat mir die Augen geöffnet, auf die ukrainischen Flüchtlinge egal in welchem Land. Zum großen Teil wollen sie wieder zurück und sind keine Wirtschaftsflüchtlinge. Ich kann jetzt besser verstehen, wie sie sich fühlen.

Mira ist mit ihrem Mann schon vor dem Krieg, den Russland gegen die Ukraine führt, nach Deutschland gekommen, Mutter geworden und arbeitet als Ärztin erst in einem Krankenhaus, dann in einer Hausarztpraxis.

Mit zunehmender Zahl an Patienten aus ihrem Heimatland, steigern sich die Schuldgefühle und die innere Zerrissenheit von Mira. Sie ist nicht in ihrem Land, sie lebt in Sicherheit, sie ist nicht bei ihrer Familie. Sie erfährt von den Traumata ihrer Patienten, die oft Symptome haben, aber die schrecklichen Erfahrungen und Schuldgefühle mit sich rumtragen.

Miras Zerrissenheit geht so weit, dass sie in ihre Heimatstadt Odessa zurück geht und den Alltag des Krieges und das Leben der Menschen vor Ort erlebt. Sie blickt verwundert auf die Abgestumpftheit der Menschen, die um das nackte Überleben kämpfen.

Dieses Buch erzählt in einem Tempo, dass man immer weiter lesen muss. Es hat mich sehr bewegt.